Suche dir einen Gleichaltrigen, Elly!

Die Geschichte spielt im Jahr 2010, besagt das Gegenteil von ,Sei mir treu," und ist daher von anderen Geschichten völlig unabhängig. Sie wird dieses Mal nicht wie es bei mir zu oft üblich wird, wie eine Kopie von jemand anderes klingen.

Es geht um ein junges Mädchen, was ältere
Personen bevorzugt und von einem auserwähltem
Mann auf Grund dessen Lektionen erhält, um von seiner
Altersgruppe fern zu bleiben, macht aber das Gegenteil.


Elly ist ein 1989 geborenes Mädchen und verlies in dem im Vorwort benanntem Jahr gerade ihre Eltern. Natürlich war sie nicht allein und wurde von denen so gut unterstützt, wie es ging, da mit ihr einige Sachen nicht stimmen und sie in einer Werkstatt für eingeschränkte Menschen arbeitet.

Während Elly sich von ihren Eltern abnabelte und nach ihrer ersten eigenen Wohnung schaute, wie die Firma vorrankam, staunte sie nicht schlecht. Sie durfte die Schlüssel bereits haben und konnte jeder Zeit nach den Arbeitern schauen. Jedoch verguckte sie sich im Laufe der 2 Wochen in einen der Beiden. Das diese Burschen um einiges älter aussahen, störte sie nicht. Nur die inneren Werte zählten für sie. Doch bevor sie sich auf einen von denen einließ, versuchte sie, sich denen erst mal zu nähern, indem sie die Berufstätigen während der Pausenzeiten in neutrale Gespräche verwickelte.

Einer war mit Fließen von Böden, in Bad und Küche inklusive Wänden beschäftigt, während der andere gut tapezieren, streichen, Borten, Lampen anbringen und Laminat verlegen konnte. Möbel zu ihr bringen, zusammenbauen und an die gewünschte Stelle rücken würden Angehörige für Elly machen.

Sobald es für die Jungs in Richtung Feierabend ging, lud Elly sie als Dankeschön von ihrem Kindergeld zu einem Getränk ein. Einen Führerschein traute sie sich nicht zu, andererseits waren die Arbeiter für sie fremd. Zur Sicherheit wollte sie mit ihnen nicht weit weggehen, also musste die gegenüber liegende Bar dafür reichen. Ein ungeplantes Gespräch entwickelte sich nach einer Woche zwischen dem Mädchen und den Arbeitern, da sie ihnen jeden Tag etwas gönnte. Die Burschen schöpften langsam Verdacht, dass Elly was im Schilde führte, selbst wenn es nichts Schlimmes ist.

Männer:,Was genau wollen Sie uns mit der Einladung sagen?"

Elly:,Ich hätte nichts dagegen, wenn Sie mich duzen würden. Ich heiße Elly!"

Männer:,In Ordnung! Was genau bewegt dich denn dazu, uns etwas auszugeben?"

Elly:,Ich möchte mich ganz herzlich für Ihre Mühe bedanken und natürlich auch ehrlich sein. Ich habe mich mit ihnen supergut verstanden und im Laufe der vergangenen Tage in einen von Ihnen verguckt."

Männer:,Ist das etwa dein Ernst, oder spielst du uns nur was vor?"

Elly:,Bei mir brauch man keine Bedenken zu haben. Ich weiß, was ich will und mir geht es nicht um das, was viele Leute von mir denken, wenn ich jemanden schön finde.

Männer:,Wir überlegen uns was für dich. Wir müssen dir auch mal entgegenkommen!"

Elly:,Das brauchen Sie nicht. Sie arbeiten hart genug."

Abends gegen 21:00Uhr sind die Jungs so nett und begleiten sie mit dem Linienbus zu ihren Eltern nach Hause. Mit dem Firmen-Wagen mit zu fahren war ihr zu riskant, es passiert einfach zu viel. Sie kannte die Arbeiter zu dem Zeitpunkt gerade mal eine Woche, jedoch war es für sie besser als gar nicht. Ringe trugen sie jedoch nicht, aber das sollte nichts heißen. Gedanken fuhren durch Elly:,Wie alt könnten die Jungs sein? Sind sie vergeben? Habe ich sie vielleicht von der Arbeit abgelenkt? Wie reagieren meine Eltern, wenn sie erfahren, dass ich ältere Männer bevorzuge? Die wundern sich eh schon, warum ich noch keinen Mann habe und machen sich langsam Sorgen."

Am 8. Arbeitstag ließ Elly sich für den Zimmer-Fließer etwas besonderes einfallen, wobei sie Bedenken hatte, damit eine Bauchlandung zu machen. Sie nutzte bereits am Vortag ihr Maltalent, zeichnete einen Rosenstrauß, rahmte das Bild ein und verpackte es neutral. Mit gemischten Gefühlen nahm sie es morgens mit zur Arbeit, versteckte es gut, damit es nicht in falsche Hände geriet und übergab es ihrem Favoriten mit der Frage, ob er das möchte ohne Wissen über seinen Geburtstag. Er sagte tatsächlich zu, verriet gleich sein Sternzeichen und seinen Jahrgang. Elly war so aufgeregt wie noch nie, als er solche persönlichen Sachen von sich preis gab. Damit rechnete sie nicht. ,Oh, das wusste ich jetzt nicht. Dann wünsche ich Ihnen alles Gute! Aber überstürzen Sie nichts," brachte Elly mit einem Lachen heraus. ,Nein, um Gottes Willen. Ich habe alle Zeit der Welt. Ich bin doch kein junger Bengel mehr, der alles schnell machen will. Natürlich kannst du mich auch duzen" antwortete er ihr gelassen. ,Naja, da Sie ja älter sind, wird das duzen im umgekehrten Sinne aus Anstand noch eine Weile dauern," antwortet sie. ,Damit kann ich auch gut leben, aber du kannst es jetzt jeder Zeit," versichert er ihr.

Sobald die Pause der beiden Jungs zu Ende war, wollt Elly sie nicht weiter stören und schaute einfach nur zu, um aus denen etwas zu lernen. ,Wie soll sie sich in deren Arbeitszeit beschäftigen? So genau wusste sie es selber nicht. Sie wollte nicht allein nach Hause gehen, da es ihr wichtig war, die Männer besser kennen zu lernen, ihrem Favoriten näher zu kommen und von ihnen Erfahrung zu sammeln, um ihnen irgendwann so gut vertrauen zu können, dass sie auch mal mit Firmen-Wagen nach Hause gebracht werden kann. Denn was sind schon 1-2 Wochen. Für Elly ist es jedenfalls nicht genug, um jemandem zu vertrauen, auch wenn sie noch so sehr verliebt war. Die Beiden von der Arbeit ablenken war auch nicht zu ihrem Interesse, also verhielt sie sich ruhig. Sie gab den Männern nach Feierabend wieder eins aus, ließ sich von denen nach Hause begleiten und hatte sichtlich Spaß daran. Andere Fahrgäste starrten dem verliebten Mädchen von einem der beiden Jungs hinterher, aber um sich darüber zu ärgern hatte sie zu viel Spaß beim Austoben mit den beiden.

Da sie von Anfang an wusste, welchen sie haben will, machte sie sich langsam Gedanken darüber, wann sie die erste Gelegenheit bekommt, mit dem Zimmer-Fließer allein zu sein. Ihr fehlte noch so viel Wissen über ihren Favoriten. Wie würde er mit ihr privat umgehen? Sie wartete unbedingt auf eine Antwort.

,Wollen Sie meine Eltern kennen lernen?", testete Elly den Typen am 11. Arbeitstag in einer Pausenzeit aus. ,Ja, ich will," bekam sie von ihm bestätigt, als sei es ihm auch wichtig, ihr näher zu kommen. Sie freute sich so sehr, dass es vor seinem Kollegen nicht verborgen blieb. ,Maik! Wollt ihr was voneinander? Ihr braucht mir nichts zu verheimlichen," mischte sich der gelernte Maler mit einem Grinsen ein, da er alles mit bekam. ,Das wird sich nicht so schnell rausstellen, sondern braucht Zeit," versuchten sie ihn zu beruhigen. ,Ich bin doch nicht blöd. Zwischen Euch scheint doch was im Gang zu sein. Ihr werdet ja schon rot," versucht er aus denen heraus zu kitzeln. ,Entschuldigung? Ich kenne Sie erst 11 Tage, da kann ich ja noch nicht beurteilen, ob zwischen uns was laufen wird. Außerdem wäre es nicht zu meinem Interesse, dass es Ihr Chef mitbekommen und Sie rausschmeißen würde" argumentiert Elly. ,Ja, ok, dann halte ich mich da raus," versprach der Arbeitskollege.

Selbst als die eigentliche Arbeit der beiden Jungs bei Elly um war, hielt Maik den Kontakt zu ihr und lernte die Eltern kennen. Wie von beiden Parteien befürchtet, hießen sie es nicht für gut, dass sich ihre eigene Tochter an diese Altersgruppe vergriff und versuchten, den Favoriten wieder loszuwerden. Sie verweigerten sogar ihre Hilfestellung, eine Erst-Ausstattung zu finazieren und forderten von von Elly, noch zu Hause wohnen zu bleiben. ,Nein, das könnt ihr euch abschminken. Ich habe begonnen, mich von euch zu lösen. Ich bin kein junges Küken mehr. Ich bin alt genug für ein eigenes Leben und um mir den Mann selber auszusuchen. Wenn ihr das nicht kapiert, dann habt ihr verloren. Tschüss!" Mit dieser unsanften Reaktion flüchtete sie mit fast nichts außer Haus. 2 Koffer voller Klamotten und ihre Arbeitstasche voll mit einem Getränk, Mund-Hygiene, Körperhygiene, Portemonnaie und Handy begleiteten sie außer Haus. Sie versuchte über Handy verzweifelt Maik zu erreichen an dem Tag, wo sie flüchten ging, da noch kein Festnetz-Anschluss bestand und faste sich kurz, damit das Guthaben nicht gleich weg ist. ,Ok, dann kommst du halt zum Übergang zu mir," entschied Maik und holte sie zu sich. ,Ich kann meine Eltern absolut nicht verstehen. Erst wollten sie mich loslassen und mir bei einer Wohnausstattung helfen und jetzt halten sie mich auf, indem sie es nicht machen und mich auffordern, da zu bleiben. Ich will nicht mehr meine Füße unter deren Tisch stecken," erklärte Elly ihm entsetzt. ,Naja, das tust du ja jetzt nicht mehr. Jetzt hast du ja deine Füße unter meinem Tisch," antwortete er, während er mit ihr auf dem Weg zu sich war. ,Im welchem Zusammenhang meinst du das jetzt?" hakte Elly nach, nicht dass er sie vielleicht bevormunden wollte. ,Naja, du willst ja mein Küken sein, also ist das nicht tragisch," antwortete er ihr. ,Ich wollte deine Freundin sein, aber bitte als gleichberechtigt angesehen werden. Nicht, dass wir beide so enden, als wäre es eine Beziehung zwischen Elternteil und Kleinkind," versuchte Elly der Sache weiter auf den Grund zu gehen. ,Willst du immer noch was von mir?" vergewisserte Maik sich. ,Ja, ich möchte dich immer noch. Da können noch nicht mal meine Eltern was gegen tun. Ich möchte mir den Mann selber aussuchen. Du wurdest auserwählt" hielt sie an ihrer Entscheidung fest. ,Denke an den Altersunterschied," ermahnte er sie. ,Aber für mich ist das nicht schlimm. Wenn ich einen Mann möchte, akzeptiere ich dessen Jahrgang doch," gab Elly zu verstehen, dass sie an ihm hing. ,Wie du es dir wünschst," beendete der Favorit das Gespräch. Sie fing in seinem Privat-Fahrzeug an zu dösen und nahm kaum wahr, was um sie geschah. Wenige Minuten später waren sie an seiner Adresse.

Er schnallte sie ab und half ihr aus seinem Fahrzeug. ,Darf ich wissen, was das soll? Ich kann mich selber abschnallen und austeigen," beschwerte Elly sich. ,Selber schuld. Du könntest es dir ja anders überlegen. Du brauchst nicht so einen alten Sack wie mich," belächelte er ihre Vorstellungen. ,Ich habe doch vorhin erklärt, wie ich mir unsere Zukunft vorstelle. Da spielt doch das Alter keine Rolle. Ich möchte dir treu sein und nicht fremd gehen," gab sie ihm Nachdruck. ,Aber jetzt zu einem anderem Thema. Ich würde gerne wissen, wie ich Montag wieder zur Arbeit kommen soll, damit es keinen Ärger gibt, weil ich unangekündigt fehlen würde," fiel Elly ein. ,Ich bringe dich an die nächste Bushaltestelle in der Nähe deiner Eltern, wo dein Arbeitsbus immer hält," versprach er ihr.,Hallo du geile S**! Warum gehst du nicht mit uns?" gröhlte ihr in tiefster Dunkelheit, während sie mit Maik Hand in Hand zu ihm nach Hause ging eine Gruppe gleichaltriger Jungs hinter her. ,Haut ab, ich bin vergeben," herrschte Elly sie an. Am liebsten hätte sie denen eins ausgewischt, aber Durchzug ist besser als Gewalt. Selbst aus 500m Entfernung konnte man die Gruppe noch hören.,Siehst du, wie kindisch Gleichaltrige sein können? Umsonst habe ich keinen älteren genommen," argumentierte sie, als sie bereits beim Kennenlernen seiner Wohnung war. ,Ist ja gut," beruhigte Maik sie und nahm sie auf den Schoß. ,Ich muss langsam mal auf Toilette," meldete sich Elly, löste sich von ihm schweren Herzens und suchte das Bad. ,Schau dich ruhig um," ließ Maik zu. Erst entdeckte sie in Folge des Wohnzimmers die Küche, ein Erwachsenen-Schlafzimmer, sein Büro, allerdings im Eiltempo, bis sie schließlich das Bad erblickte. Sie hatte es so eilig, dass sie gerade so schaffte, sich auf die Klobrille zu setzen, eh sie ihren Körper ausmistete. Aber was erblickte sie zu Letzt? Das war ein Kinderzimmer. Damit wollte sie sicherlich nichts zu tun haben. Sie fühlte sich ja erwachsen genug, um sich einen älteren Mann zu angeln. Und dann in einem Kinderzimmer zu schlafen wäre ein Widerspruch in sich. Wozu brauchte Maik das denn, wenn kein Kind mehr bei ihm zu existieren schien? Fotos waren in seinem ganzen Terrarium verteilt, die besagen, dass er Familienplanung schon längst hinter sich hatte. Sowas stellte sich Elly nun auch nicht vor, aber jetzt ist ihre Entscheidung auf diesen Kerl gefallen. Sie fände es unfair, ihn sitzen zu lassen, weil bei ihm alles abgeschlossen war. Das wäre für sie kein gravierender Grund zu einem Abbruch.

Da es schon 23:00Uhr durch war, packte sie ihre Mundhygiene und Körperpflege-Produkte aus ihrer Arbeitstasche und einen Schlafanzug aus einem von beiden Koffern, wusch sich, putze sich die Zähne, setzte sich noch mal auf Toilette, um evtl. die Nacht nicht unterbrechen zu müssen und zog sich um. Als sie sich das erste Mal in Schlafklamotten präsentierte, setzte sie sich wieder zu Maik und diskutierte mit ihm über Freizeitgestaltung am Wochenende. ,Ich treibe mich mit dir ganz bestimmt nicht nach 0:00Uhr draußen rum. Da ist für dich Schlafenszeit. Also kannst du dir Diskos und Ü30-Partys schon mal abschminken. Wir müssen was finden, was man tagsüber machen kann," bestimmt Maik über sie. ,Hallo? Ich bin erwachsen. Da kann mir doch keiner vorschreiben, wie lange ich draußen bin. Du kannst mir doch mal den Gefallen mit Diskos und Ü30-Partys tun?", widersprach Elly entsetzt. ,Nein, um die Uhrzeit, wo sowas läuft, hast du zu schlafen, also gehst du jetzt ab ins Bett. Du hättest dir vorher überlegen sollen, was du dir für einen Kerl nimmst, aber du kannst mir eben nicht wiederstehen, also gehst du ab. Es geht bereits auf 0:00Uhr zu. Normalerweise gehören junge Küken 19:00Uhr ins Bett," zwang er sie in die Knie. ,Ich habe mir das nicht so vorgestellt. Ich dachte, dass wird eine Beziehung zwischen 2 Erwachsenen?," flehte sie ihn an. ,Falsch gedacht, mein liebes Fräulein. Du weißt, dass wir unterschiedlich alt sind, also existieren auch unterschiedliche Rollen. Ich stehe mitten im Leben und du stehst am Anfang. 26 Jahre Altersunterschied machen sich nun mal bemerkbar. Ich werde dir helfen, diese Rollenverteilung zu kapieren und jetzt ab marsch," schimpfte Maik schon lauter, um sie ins Bett zu bekommen. Elly bog in Richtung Erwachsenen-Schlafzimmer ab, wurde von ihrem Liebling jedoch an die Schulter gepackt und mit bestimmten Worten in Richtung Kinderzimmer gewiesen:,Für dich geht es da lang, Fräulein," und gleich ins Bett befohlen. Sie war sowas von schockiert, in so einem verkitschten Zimmer zu landen. Sie wünschte sich einen Freund und keinen Ersatz-Vater. Dann hätte sie auch bei ihren Eltern bleiben können. Das Kinderzimmer war mit Kindertapete ausgestattet, Kinderspielzeug wie Spielküche, Puppen, Stofftieren, Spieluhr, Bauglötzchen, Barbies, Kinder-Musikinstrumenten, einem Plastik-Bohrmaschinenset, Plastik-Telefon, einer aufziehbaren Lokomotive, einer Kindertafel mit Alphabet bedruckt und einer Plastiktruhe. Wer weiß wie der Inhalt aussah? Im ersten Moment wollte Elly das auch nicht wissen vor Schock. Jedenfalls kam sich das Mädchen vor wie in einem Zimmer für sechsjährige Kinder geschaffen. Sie konnte nicht viel sehen, da Maik nur kurzfristig das Licht anhatte, während er sie ins Bett schickte. Elly lag wach von ihren negativen Eindrücken des Zimmer-Fließers und weinte heimlich. Bevor er sich nebenan schlafen legte kontrollierte er sie, ob sie schon schlief. Elly wurde davon überrascht, schloss die Augen und wischte die Tränen aus ihrem Gesicht. ,Verdammter Mist, dass DIE weint wollte ich nicht erreichen," hörte sie ihn beim rausgehen und Licht ausmachen vor sich hin fluchen. Maik muss gespürt haben, wie weit er sie herunterzog, aber es rutschte ihm nicht zum Spaß raus, sondern um ihr zu zeigen, dass der Altersunterschied zwischen den beiden nicht witzig ist.

Sobald Elly aufwachte, verschloss sie ihren Aufenthaltsraum, um ihn näher kennen zu lernen. Sie erkundete den Kleiderschrank, sah Unmengen an Kinderkleidung und schloss ihn wieder mit einem Selbstgespräch:,Das würde mir eh nicht passen." Als nächstes nahm sie den Schreibtisch in Beschlag und entdeckte unzähliges Schulmaterial für Erst-&Zweitklässler, Malbücher zum Ausmalen, Etuis mit verschiedenem Schreibzubehör bestückt. Die Schubladen waren voll mit Kindermusik, Kinder-Kassettenrecorder, Mikrofone und Kindergeschichten. Doch die Plastiktruhe wurde von Elly zu Letzt gesichtet. ,Ach du Schße, der Kerl hob doch nicht etwa W*** auf?," schliff ihr ein Gedanke. Die Exemplare schienen auf Grund des Aussehens uralt zu sein, denn Babyprodukte haben schon seit Ewigkeiten keinen Folien-Bezug mehr. Dann kam ihr schon die nächste Idee auf. Sie tastete die Puppen ab und stellte fest, dass der Inhalt von der Truhe dafür bestimmt war. Manchen Puppen war er jedoch groß. Zu einigen Puppen gehörten auch noch Schnuller, andere wiederrum gaben Laute von sich, wenn man sich mit denen beschäftigte. Elly erschrak sich und setzte sie wieder an ihre richtigen Plätze. ,Hoffentlich hört Maik jetzt nicht die Geräusche von Puppen oder Zubehör," schwante ihr durch den Kopf. Das fände sie katastrophal, da er dann erst Recht den Eindruck bekäme, ein Kind anstatt eine erwachsene Frau vor sich zu haben. Nach den ganzen Erkundungen des Kinderzimmers und des Spielzeuges schloss sie die Tür wieder auf, musste zwischendurch auf Toilette und machte sich Tagestauglich. Anschließend suchte sie ihn und fand ihn im Wohnzimmer vor dem Fernseher. Doch sie fand keine vernünftigen Beschäftigungen und musste erst mal die Eindrücke bearbeiten. Ihr wurde langweilig, sodass sie durch die Wohnung lief wie Falschgeld und sich ständig an Türrahmen lehnte. ,Ja, was ist denn los mein Baby," wurde Elly am nächsten Tag weiter belächelt. ,Ich bin kein Baby. Höre auf damit!", blieb sie wie am Vortag bei Sinnen. Es fiel ihr schwer, sich damit geschlagen zu geben, denn sie wollte nicht so behandelt werden. Sie schwor sogar darauf, es nicht zu wollen und hoffte, dass es sich nie ändern würde. Es erdrückte und demütigte sie maßlos, so von ihrem Favoriten behandelt und genannt zu werden, da sie es nicht war und auch keine Bedürfnisse in dieser Richtung bestanden.

Elly verließ sein Reich für 2 Stunden, um einen klaren Kopf zu bekommen, blieb aber in Reichweite seiner Adresse, um sie wieder zu finden. ,Na, wo war denn mein kleiner Hosenscheißer?" wurde sie von Maik empfangen, als sie wieder zurückkehrte. ,Hör auf mich so zu nennen, du Hirni. Rede mit mir vernünftig, oder lass es," zischte sie ihn an. Doch er hänselte sie mit Babykram rücksichtslos weiter, bis zum nächsten Gefühlsausbruch, um sie gehorsam zu bekommen und mit ihr machen zu können, was er will. Ihre ganze Kraft, sich zu wehren war einfach zu schnell aufgebraucht, sodass sie einer ungewollten Regressions-Saison völlig ausgeliefert war, da sie nichts anderes mehr als Weinen heraus brachte. Gewalt würde für sie nie in einer Beziehung, egal in welcher Hinsicht in Frage kommen. Elly ließ Regressionen über sich ergehen, ob gewollt oder nicht. Was sollte sie machen? Sie zog eh den kürzeren Hebel und konnte sich gegen mitten im Leben stehende Menschen nicht wehren. Er konfrontierte sie weiter mit Babysprache, einem Schnuller, Kinderspielzeug und sogar mit Wickeln. Auch wenn ihr die Windeln aus der Truhe nicht passten, legte er seine bereits 3. Frau auf das Bett, zog sie aus, hob sie an, drückte ihr eine Windel an den Intimbereich, zog sie wieder an und konfrontierte sie anschließend mit Mittagsschlaf im Kinderzimmer. Wofür kassierte sie sich bloß diese furchtbare Lektion ein? Sie hat nichts Schlimmes gemacht. Sollte es etwa eine Strafe für das Abhauen sein? War es von Maik wieder so eine Technik, ihr eine Rolle aufzuschwatzen, so ähnlich wie am vergangenen Tag? Wollte er sie damit von sich weg-ekeln? Sie wusste nicht mehr, wie sie die ganzen Eindrücke von vergangenen Stunden verarbeiten, geschweige einordnen sollte und jetzt auch noch das. Wäre er weiter so grottenschlecht zu ihr, müsste sie um ihn fürchten. Sowas wollte sie sich nicht gefallen lassen. Zwei Stunden spürte sie einen Puppenschnuller im Mund und eine Baby-Windel im Schrittbereich, eh Maik sie unsanft davon erlöste:,Nimm den Schnuller aus dem Mund und mach die Windel weg." Doch es war schon zu spät und fing an, ihr zu gefallen, sodass sich der damals 47-jährige wiederholen musste, damit sie diesen Kram entfernte. ,So und jetzt ab in eine Ecke mit dir," wertete er sie danach weiter ab. Elly setzte sich auch in eine Ecke, um nach Fehlern zu suchen die sie begangen haben könnte, fand aber jedoch keine. ,Ich finde es absolut nicht fair, von jemandem so grotte behandelt zu werden, für den ich mir über Tage hinweg den Ar*** aufreiße. Ich fühle mich von dir abgewertet und mit Babysachen gedemütigt. Ich hatte vor dir noch niemanden, du wärst mein Erster. Mein Leben endet bevor es anfängt. Eine erwachsene Frau wie ein Baby zu behandeln ist krankhaft und abartig. Dann setzt du mich auch noch in eine Ecke, als würde ich mir diesen Bockmist selber aussuchen. Du wirst so schnell nie wieder ein unversehrtes Mädchen finden, wenn ich von dir weichen müsste, um zu verhindern, dass ich von deiner Rollenverteilung verrückt werde. Also überlege dir, wie du mit mir umgehst," äußerte Elly sich traurig, während sie immer noch in der Wohnzimmer-Ecke vor ihm kauerte. ,Du darfst wieder rauskommen," erlaubte Maik ihr mitleidig und sah sie, sich ins Kinderzimmer einschließen. Doch er hatte jetzt was Gutes für sie im Sinn. Maik machte sich ausgehfertig, um sie mit einer Einladung in ein Restaurant zu überraschen und klopfte bei ihr an. ,Lass mich in Ruhe," schallte Elly von ihm abgeneigt aus dem Kinderzimmer. Ihm blieb nichts anderes übrig, als seine Idee nach hinten zu verschieben und sich in seiner Büro-Kammer mit Spielkonsolen und PC zu beschäftigen. Er bevormundete sie 2 Mal hintereinander. Damit versuchte er, ihre Lust auf eine bestimmte Zielgruppe von Jungs zu dämpfen. Es gelang ihm aber nicht.

Sobald sich Elly wieder beruhigte und ihm bei diversen Beschäftigungen in seiner Büro-Kammer zuschaute, verkündete er ihr sein Vorhaben, was Ausnahmsweise nichts mit Klein sein zu tun hat. Sie freute sich wie verrückt und wurde ihm das erste Mal dankbar. Sie schmiss sich in Schale und erblickte ein türkisches Restaurant. Elly zu Liebe bestellte Maik für sie einen Teller voll mit Hirsereis, Lammfleisch und eine Cola dazu, während er eher Pommes, Hühnerfleisch und Mayonnaise bevorzugte. ,Hast du heute Lust auf einen Diskobesuch?", fragte er sie, nach dem Bezahlen der Speisen. ,Ja, ich will," antwortete sie ihm und umarmte ihn das erste Mal. ,Nun, ich denke, da es schon 20:00Uhr ist und die Diskotheken in 2 Stunden aufmachen, lohnt es sich nicht mehr, zwischendurch nochmal nach Hause zu fahren, sondern gleich eine anzusteuern," kam Maik auf die Idee. ,Ja, wenn es eine gute Disko sein soll, hast du Recht," stimmte Elly zu. ,Dann lass uns nochmal hier auf Toilette gehen und weiterziehen," hing Maik an seinem Versprechen. In der Disko beim Tanzen kam es zu einem Vorgeschmack für Elly, wie es ist, als eine gleichwertige Frau gesehen zu werden. Sie näherten sich das erste Mal ohne Handlungen, die für das Mädchen Abneigung bedeuteten. Nach dem Diskobesuch ging für Elly der Traum weiter. Maik erlaubte ihr, sich mit ihm gemeinsam das Erwachsenen-Schlafzimmer zu teilen, um ihr zu zeigen, wie es sich anfühlt, mit einem Partner zusammen einzuschlafen und kuschelte sich an sie heran. Da weile mussten beide Personen noch nicht einmal über sexuelle Absichten verfügen. Denen ging es einfach nur um Zuneigung. Elly empfand das Gefühl, sich als gleichwertige Frau mit einem Mann das Schlafzimmer teilen zu dürfen umwerfend. Das war mit der vergangenen Nacht von Freitag auf Samstag oder der Lektion zwischen Mittag und Nachmittag überhaupt nicht zu vergleichen. Sie fühlte das erste Mal Stolz anstatt Enttäuschung. ,So müsste es in einer Partnerschaft laufen," dachte Elly die ganze Zeit, als sie es sich auf der Zunge zergehen ließ.

Leider war für Elly der Traum für die nächsten Arbeitstage vorbei. Zu ihren Eltern wollte sie nicht mehr zurück, sondern die Abnabelung vom Elternhaus weiter durchsetzen, also meldete sie beim begleitenden Dienst an, dass sie an Maik seiner Adresse abgeholt und wieder hingebracht wird, da in ihrer neuen Wohnung immer noch nicht weiter gearbeitet wurde. Er empfing sie wieder mit Regression, sobald sie bei dem Berufstätigen des ersten Arbeitsmarktes zur Tür reinkam. ,Na tolle Wurst, so wird das zwischen uns nicht halten," dachte sie sich, sobald sie merkte, dass bei ihm der Mitleid von Samstag auf Sonntag wieder verschwand, indem er sie mehrfach hintereinander:,Baby" nannte, sodass sie wieder vor ihm hochkochte und anschließend darüber weinte, wie Grotte das ist. ,Wer sollte ihr noch helfen, ihre erste eigene Wohnung auszustatten, nachdem die Eltern sie wegen Maik versetzten? Der Einzugstermin wurde bald fällig und sie konnte nicht drin leben, weil sie keine Unterstützung fand", dachte sie, während sie mal wieder ungewollter Regression ausgeliefert war. Um einen Zweipersonen-Haushalt zu planen, nahm sie sich extra eine 60qm-Wohnung. ,Hast du eine Idee, wie ich jetzt meine Wohnung, die du mit deinem Kollegen zusammen renoviert hast, ausgestattet kriege? Meine Eltern haben mich versetzt mit der Unterstützung! Ich möchte bald drinnen leben", fragte Elly ihn in einem ruhigen Moment gelassen. Innerlich kochte es in ihr weiter, da er mit seiner Sch**ße einfach nicht aufhören konnte, in seiner 3. Frau einen jungen Spund zu sehen. ,Ja, dann machen wir das eben mit meinem Arbeitskollegen zusammen," versprach Maik, schaute mit ihr gemeinsam im Internet nach Wohnzubehör, lies das Mädchen sich aussuchen, was es haben wollte, ersteigerte es, bezahlte es für sie und lies es an die leer stehende Adresse" des Mädchens schicken. Dabei sprachen sie sich mit seinem Kollegen ab, damit er bereits zur Stelle sein konnte, um die ganzen Auktionen in Empfang zu nehmen und schon mal anfing, die Möbelstücke, zusammen zu bauen. An Wochenenden nahm man sich mit dem Mädchen Zeit, die Gegenstände an die richtigen Plätze zu montieren. ,,Maik kann sich von einer guten Seite zeigen, warum macht er das nur so selten?," dachte Elly, während sie von ihm und seinem Kollegen unterstützt wurde. Ein Zimmer blieb übrig und sollte frei bleiben für ihre Privat-Sachen. Die Männer durften tapezieren, eine Lampe anbringen, einen Teppich verlegen, aber streichen und eine Bordüre anbringen wollte sie selber versuchen. Dafür fragte Elly extra, ob sie eine Leiter, Malerzubehör und Abdeckplanen für die Zeit behalten durfte. Die Arbeiter gewährten ihr, da bis dahin noch keiner Verdacht schöpfte, dass Elly bevorzugt, freiwillig" Kind zu sein und sich das Zimmer dementsprechend gestaltete. Sobald alles fertig war, dass Elly drin leben konnte, meldete sie sie ihre erste eigene Adresse im begleitenden Dienst ihrer Arbeitsstelle und im Einwohner-Meldeamt an, um von nun an von ihrer Fahrgemeinschaft dort abgeholt und wieder zurückgebracht zu werden.

Um das übrig gebliebene Zimmer fertig zu bekommen, kaufte sie sich im Baumarkt rote Farbe, um sie mit einem Anteil weiß zu vermischen, damit Rosa entstand und begann anschließend die Tapeten zu streichen. Gegen 21:00Uhr unterbrach sie ihr Vorhaben, machte sich nachttauglich und schlief im normalen Schlafzimmer, um am nächsten Tag wieder fit für die Arbeit zu sein. Das Streichen nahm 3 Stunden pro Werktag in Anspruch, eh sie eine Kinderborte kaufte und sie ganz vorsichtig mit Tapetenkleister an die Wand fixierte. Sobald das Zimmer trocken war fuhr sie mit einem Linienbus zu einem Möbelhaus, bestellte sich von ihren Ersparnissen aus ihrer Vergangenheit Kindermöbel, Matratzen, ließ es sich liefern und zusammenbauen. Eine Matratze sollte für das Bett sein, die andere als Wickelplatz dienen. Ihr fehlte nur noch das nötige Zubehör wie Vorhänge, Schlafkissen, Bettdecken und diverses Spielzeug. Dafür nutzte sie allerdings die Wochenenden. Für ihren ``Möchtegern-Partner" bestand in dieser Phase keine Zeit, da ihr das Zimmer momentan ziemlich wichtig war, zudem wollte sie ihn sowieso irgendwann bei sich einladen. Bis Elly alles zusammen und am richtigen Platz hatte, vergingen schon 2 Mal fällige Fixkosten. Sie gönnte sich ein Hochbett mit Rutsche und Prinzessinnen-Zelt darüber, einen Wickelplatz, der aus der 2. Matratze, einer Kinder-Wolldecke, einer Abdeckplane besteht, damit die Motive der Wolldecke zu sehen waren, mit Kissen, Stofftieren, einem Spielbogen ausgestattet. Eine Hälfte des Kleiderschrankes mit Bodys und Latzhosen, Pflege-Utensilien, Erwachsenen-Windeln, die andere Hälfte mit Kinderspielzeug. Geldsorgen bestanden in dieser kurzen Zeit nicht, da sie ihren Traum von einer eigenen Wohnung locker von 5000 Euro Starguthaben finanzierte und die andere Hälfte übrig blieb, eh sie mit Maik wieder Kontakt aufnahm. Dafür gingen jedoch andere Sachen unter. ,Oh, dich gibt es noch? Damit habe ich nicht mehr gerechnet," fragte er am Telefon, als er ihre Stimme hörte. ,Ja, ich habe lange gebraucht, den Kontakt wieder herzustellen. Das mit dem übrig gebliebenen Zimmer hat lange gedauert, weil ich es allein herrichtete und meine Arbeit dazu kommt," erklärte Elly ihm haargenau. ,Achsoo, jetzt verstehe ich das erst. Willst du mich denn immer noch?", wollte Maik als nächstes wissen. ,Ja, sehr sogar. Ich habe jeden Tag an dich gedacht, mich geärgert, dass mir für dich die Zeit fehlt, sogar einige andere Dinge im Haushalt untergingen und gehofft, dass du uns nicht aufgibst," drückte sie sich aus. ,Oh, was ist denn passiert?", wurde er neugierig. ,Ich bin nicht zum Aufräumen anderer Zimmer gekommen, im Chaos versunken und ernähre mich mangelhaft, da mir nur Rechnungen, Festnetz-Anschluss, das letzte Zimmer und Partnerschaft durch den Kopf gingen. Ich brauche Hilfe beim Sauber halten, damit ich mich um Freizeitgestaltung, Kontaktpflege, Einkaufen und Ernährung kümmern kann. Es liegt so einiges im Argen," blieb sie bei den Tatsachen. ,Ach du grüne Neune. OK warte, ich komme dich unterstützen," hörte sich Maik hektisch an, als sie ihm alles anvertraute. ½ Stunde später klingelte es an der Tür, ein Zeichen, dass Maik ihr tatsächlich zu Hilfe kam. ,Nicht erschrecken, das ist hier chaotisch wie gerade noch beschrieben," bereitete Elly ihn beim Rein lassen vor. ,Achjee, du hast Recht! So kann man natürlich keine Kontakte pflegen, das wäre peinlich. Lass uns anfangen," spornte er sie zum Ausmisten der Wohnung an, hatte was zu Essen mit und machte mit ihr zwischendurch Essens-Pausen, da sie auch Ernährung und Einkauf ansprach. Es nahm 2 Wochenenden in Anspruch, Ellys Wohnung wieder sauber zu bekommen inklusive Staubsaugen, Wischen, Putzen, Wäsche waschen, Bettwäsche wechseln, Geschirr durchspülen und schnellstmöglich alles wegstellen. ,Ich bin stolz, dass du mir vertraut hast," lobte Maik sie, sobald alles gemeinsam geschafft war. ,Ich wusste keinen anderen," beichtete sie ihm. ,Nicht schlimm, Hauptsache, die Wohnung ist wieder ordentlich und du ernährst dich anständig," betonte Maik, das Wichtigste. ,Oh, dir fehlen auch noch Lebensmittel. Na das darf nun wirklich nicht wahr sein," fiel ihm als nächstes auf, als er in einen fast leeren Kühlschrank blickte. ,Das tut dir nicht gut. Los, anziehen und einkaufen," bestimmte Maik langsam ungehalten, da er immer mehr Schwachstellen bei Elly entdeckte. Sie verlor genug an Gewicht, um eine grenzwertige Körperstatur zu erlangen und wurde ihm gehorsam, um mit ihm gemeinsam daran zu feilen, dass alles in geregelte Bahnen kommt, denn er hatte ja Recht. Elly sah selber ein, dass es kein Dauerzustand sein durfte, stieg vorneweg in sein Auto, ließ ihn nachkommen und einen Supermarkt ansteuern. Sie suchte sich Lebensmittel, Brotdosen, Körperhygiene und Mundhygiene, eigenes an Putzzubehör und Reinigungsmittel im Wert von insgesamt 70,00Euro aus. ,So, das wird bis nächstes Wochenende alle sein! Wehe nicht," ermahnt er sie. ,Ja, ich weiß selber, dass ich mich schlecht ernährt habe. Es ist untergegangen, weil mir andere Sachen durch den Kopf gingen," versprach Elly, es in Zukunft besser zu machen. ,Ich will auch hoffen, dass du dich verbesserst," setzte Maik nochmal nach und bekam Elly still.

Nachdem sie wieder bei ihr zu Hause waren, die verschiedenen Waren gemeinsam an den richtigen Platz packten, fing Elly gleich an, ihr Versprechen an Maik einzulösen, aß und trank sich vor ihm satt. Es war spät abends, aber für das Mädchen richtig, um wieder zur richtigen Körperstatur zurück zu kehren. Sie wollte bloß nicht als magersüchtig gelten, war sie auch nicht. Der Unterschied zwischen ihr und einem Betroffenen ist, dass sie sich rechtzeitig Hilfe holte, um normal auszusehen, während ``Kranke" darauf beharren, immer mehr zu verlieren, bis sie sich in Lebensgefahr begeben. Am Sonntag setzte sie ihre Verbesserung fort, aß 3 Mal am Tag mit Süßigkeiten zwischendurch. Elly konnte sich das zu dem Zeitpunkt auch erlauben und tat es liebend gerne. Sie kaufte auch wirklich nur das ein, wogegen sie keine Abneigung hat, um ihr Versprechen einzuhalten. Werktags kalkulierte sie zukünftig ein, sich Frühstück für die Arbeit zu machen und ein Getränk mitzunehmen, wofür vorher ihr Kopf nicht frei war. Maik kontrollierte zwischendurch, ob sie sich bessert, auch wenn sie noch alleine wohnte und konnte sich nicht beschweren.

,Willst du mit mir zusammen wohnen?", fragte Elly ihn irgendwann. ,Ja, ich will," antwortete er und zog ihr nach. Doch da lag noch ihr Geheimnis im Argen, was aus diversen Konfrontationen entstand, da diese Bilder sich immer wieder im Kopf wiederholten. ,Was ist, wenn er ihr verkitschtes Zimmer sieht?," Daran dachte sie bei der Frage gar nicht. Er kündigte seine Wohnung so, dass er im September alles draußen haben, sie übergeben musste und meldete sich bei Behörden um. ,Was passiert mit den Sachen aus dem Kinderzimmer, womit sie sich konfrontiert fühlte, weil es ihr anfangs nicht gefiel? Könnte sie das evtl. haben, oder sortiert er das alles aus?", ging Elly durch den Kopf, als Maik ihr den Nachzug verkündete. Ihn direkt zu fragen traute sie sich nicht, damit er nicht auf die Idee kam, dass es ihr gefallen könnte und sie freiwillig die Kinder-Rolle einnehmen wolle. Doch irgendwann musste er das rauskriegen, indem er nachhakte, ob er sehen darf, was sein Schatz aus dem übrig gebliebenen Zimmer machte und zur Antwort bekam:,Nee, lieber nicht." Maik wurde stutzig, deckte sie nach seinen Aufträgen, in anderen Privat-Haushalten Zimmer zu fließen sowieso auf, indem er sich während ihrer Arbeitszeit einfach herein mogelte, da er eine Frühschicht-Woche hatte und vor ihr zu Hause war. ,Ach, jetzt weiß ich warum sie mir das nicht zeigen wollte. Weil sie wieder zu einem kleinem Baby mutiert, das Zimmer dementsprechend gestaltet hat und ich davon nichts mitbekommen soll? Na warte Elly," ging durch seinen Kopf, als er alles unter die Lupe nahm, sogar den Kleiderschrank. Seine Frau kam nichts ahnend von der Arbeit und fing sich sofort Stammpauken in Form von Babysprache ein. ,Ey, höre auf! Ich bin kein Baby," herrschte sie ihn an. Mit der Antwort:,Ach nee? Und was ist das hier?", zeigte der auf dem normalen Arbeitsmarkt tätige Partner spöttig mit einem Finger auf die Tür zum kindlich gestalteten Zimmer. ,Ja, du hast Recht. Das ist Kinderkram," gab Elly auf Grund von Erklärungsnot nach. ,Siehst du? Deswegen bekommst du jetzt das, was du dir verdienst. Ich kaufe für dich ein Kindergeschirr-Set, Nuckelflasche, Schnuller und Babynahrung dazu. Anschließend gehe ich in meine gekündigte Wohnung, um noch Sachen für dich zu holen, die du kennengelernt hast," kündigte er ihr gehässig an und war auch schon weg, bevor sie noch dagegen argumentieren konnte. ,Das macht er doch jetzt nicht wirklich, oder?," dachte sie sich. Doch als er bereits eine halbe Stunde weg war, musste sie einsehen, dass er es ernst meinte. Je später es wurde, desto nervöser das Mädchen.

Nach 2 Stunden klingelte er wieder an, beauftragte sie, ihm die Einkaufstüte abzunehmen, sie auszupacken und die Gegenstände an die richtige Stelle zu platzieren, ging noch paarmal hoch und runter, um Spielzeug, was sie zum Übergang in seiner Wohnung entdeckte in ihr hergerichtetes Zimmer zu verstauen. Elly befolgte das und bekam beim Auspacken der Ware einen riesen Schreck. ,Ganz, ganz prima! Er hat es wirklich fertig gebracht, mir Babykram zu kaufen und das Spielzeug von Kindern aus vorigen Beziehungen hier her zu holen," dachte sie bei sich. Der Einkauf bestand wie angekündigt aus Kindergeschirr, Babynahrung, Lätzchen, Schnullern, Töpfchen, Toiletten-Trainer, Babyduschgel, Kindershampoo und Rasseln. Sie kam über sein Handeln nicht weg, schlug sich selbst die Hände über den Kopf, als sie bereits alles verstaute und erleichterte sich zwischendurch, bevor sie ihr Fett weg bekommen sollte.

,Mensch Maik, was soll denn das? Behandle mich wie eine Erwachsene! Kinder können noch nicht von ihren Eltern wegziehen und einen Mann haben. Ich bin froh, dass ich alt genug bin dafür, mir die Ziele erfüllen zu können wie Eigenständigkeit, Partnerschaft, arbeiten gehen" argumentierte Elly entsetzt. ,Ja und wie verrückt. Wer erwachsen sein will, gestaltet sich doch kein Kinderzimmer, holt sich kein Kinderspielzeug, geschweige Windeln, Babypflege-Utensilien und sucht sich einen Papa. Also bist du jetzt ein Kleinkind," belächelte er sie. ,So ein Blödsinn! Ich sehe dich als meinen Mann," beschwerte sie sich. ,Sorry! Aber wer sich mit Anfang 20 einen Ende 40-Jährigen Partner nimmt, bei dem gehe ich davon aus, dass er oder sie eine Nanny, eine Mama, einen Papa oder ähnliches braucht," belächelte Maik seine Frau weiter. ,Auf mich trifft das nicht zu. Du kannst nicht alle Paare mit großen Abständen unter einen Tisch kehren. Das grenzt an Diskriminierung," setzte Elly ihn vor vollendeten Tatsachen, um zu erreichen, dass er irgendwann nachgab, so wie sie es vorhin beim Thema ``Kinderzimmer-Gestaltung" musste.

,Entschuldigung, das wollte ich nicht," versuchte Maik alles rückgängig zu machen, ihr was Gutes zu tun, als sei nichts gewesen, sobald Elly sich wieder in ein Zimmer einschloss. ,Das kannst du dir sparen! Ich glaube das langsam nicht mehr, so oft wie du mich mit einem und dem selben Thema schikanierst, Ar***loch," rutschte ihr heraus. Nach Wut folgte Trauer, denn sie schwor sich als Single:,Ich will später meinem Beziehungspartner niemals weh tun!" Aber irgendwann musste sie sich wehren, um ihm zu zeigen, dass andere Leute mit ihr nicht machen können, was sie wollen. Mit dem Ausrutscher, den eigenen Mann zu beleidigen rechnete sie nicht. Sie wollte ihn doch lieben und nicht hassen. Umsonst erlaubte sie ihm nicht, sich mit ihr eine Wohnung zu teilen. Sie hatte noch viele Zukunftspläne im Kopf, ob er dafür wirklich geeignet ist, war die andere Sache. Da nicht jeder Zugang zu ihrem Kinderzimmer bekommt, war es die einzige Möglichkeit, sich zu verziehen, um nicht von Maik beim Gefühlsausbruch entdeckt zu werden. Elly hatte keinen Einfluss, wo die Liebe hinfiel. Der Favorit konnte es drehen, wie er wollte und wurde von ihr auserwählt. Sie betete dafür, dass der Versuch einer Partnerschaft nicht an den Schikanen scheitert.

Sobald Elly sich wieder beruhigte, war es für sie spät genug, um sich nachttauglich zu machen, nochmal die Toilette zu benutzen und zurück in ihr Revier zu gehen. Die Entscheidung traf dieses Mal nicht Maik sondern das Mädchen selber. Der Mann traute sich nicht mehr, über sie auch nur ein einziges Wort zu verlieren, lag auf ihrer Couch vor dem Fernseher und nickte ein. Um sich nicht zu langweilen, testete Elly tatsächlich, ob ihr Kinderspielzeug gefallen würde, wollte sich jedoch nicht erwischen lassen, also schloss sie wieder ab. Maik könnte jederzeit aufwachen und nach ihr schauen, was sie macht. Sie wagte sich an Puppen mit Zubehör, Barbies und Bauglötzchen. Das war ungewohnt aber nach einer Weile erkannte sie eine unglaubliche Wende in ihrem Leben:,So ein Bockmist! Mir gefällt das tatsächlich. Das darf mein Macker nicht wissen. Das wäre bloß eine neue Brandhärte," dachte sie sich, während sie alles wieder an den richtigen Platz räumte, um die Spuren zu beseitigen, sich damit beschäftigt zu haben. Folgedessen kamen wieder Bilder hoch, von den Ereignissen, die sich in seiner nun gekündigten Wohnung abspielten, wie er sie andauernd Baby nannte, auf dem Schoß hielt, herumschwenkte, als wäre sie eins, ihr einen Puppenschnuller in den Mund steckte, eine Babywindel in den Intimbereich drückte, die Sachen drüber zog und das Mädchen zum Mittagsschlaf zwang. Daraufhin kam Elly in Versuchung, eine Windel und einen Schnuller auszuprobieren, legte sich damit ins Bett, um es auf sich wirken zu lassen. Die Ursache für den Test waren einfach nur die alten Erinnerungen. ,Verdammt, las es nicht wahr sein, dass mir das gefallen könnte," betete Elly und weinte erneut, da sie gegen diese Gefühle verlor. Hilflosigkeit kam ins Spiel, als das Mädchen feststellte, dass sie nie wieder so sein wird wie früher, alles nur, weil sie sich in einen älteren Mann verliebte, der in ihr einen jungen Spund sah und sie deswegen babyhaft behandelte. Über den Gedanken:,Nur wegen so einem Ar***, erwerbe ich diese Neigung," schlief sie unter Tränen ein und ließ ihre Wangen trocknen.

Gegen 10:00Uhr des nächsten Tages klopfte Maik an die Kinderzimmertür, rief Elly zum tagestauglich machen und Frühstück auf. ,Ja Moment," schreckte sie auf, tat den Schnuller weg, entfernte sich die Windel, packte sie ans Fußende des Bettes, rutschte die Rutsche herunter, schloss auf und ging ins Erwachsenen-Schlafzimmer, um sich Kleidung rauszusuchen und für den Tag fertig zu machen. Es war mal wieder ein Sonntag, von daher konnte sie so lange schlafen. ,Willst du nicht mehr mit mir gemeinsam im Schlafzimmer schlafen , so wie es sich für Paare gehört?", hakte er nach. ,Nein, ich möchte erst mal, dass du deine Einstellung zu meinen Gründen, warum ich dich genommen habe änderst und mich gleichberechtigt behandelst. Ansonsten wird daraus nichts," versuchte Elly ihn anzuspornen, mit der Schikane, wovon ihre Neigung entstand aufzuhören. Natürlich passte sie auf, dass sie sich beim “Klartextreden” nicht verhaspelte. Das würde bloß weiter für sogenannte Regressions-Stammpauken sorgen.

Der Sonntag lief für Elly ohne komische Ereignisse inklusive Versprechen, nicht wieder abzumagern ab, eh ihr Mann am nächsten Tag wieder auf die Uhrzeit achten, vor ihr aufstehen musste, um sie rechtzeitig zu wecken. Erst entfernte sie Windel und Schnuller, deponierte die beiden Sachen erneut am Fußende und rutschte die Rutsche herunter. Dann holte sie sich wie gewohnt Tages-Kleidung aus dem Schlafzimmer, machte sich fertig, Frühstück für die Arbeit, nahm ein Getränk mit, verabschiedete sich von Maik und ging zu ihrem Arbeits-Bus. Die Arbeitszeit besteht aus Kartons zusammenstellen, bündeln, auf einer Holzpalette stapeln und sie zu verschweißen. Dem Mädchen machen die Aufgaben Spaß und die Zeit bis zu den Pausen und zum Feierabend rast. Elly gilt von der Arbeitsgeschwindigkeit her in ihrer Umgebung als eine leistungsstarke und respekteinflößende Arbeitskraft. ,Mach langsam, sonst haben wir den halben Tag nichts zu tun," versuchten andere Beschäftigte sie je nach Menge zu bremsen.

,Hast du die vergangenen beiden Nächte mit Schnuller und Windeln geschlafen?", wurde Elly von Maik begrüßt, als sie ihn Montags 3 Stunden nach Feierabend zu Hause empfing. Es war wieder eine Spätschicht-Woche für den Mann angesagt. Das Mädchen errötete vor ihm und verneinte unwissend darüber, überführt worden zu sein. ,Schwindle mich nicht an! Hast du das getan oder nicht?" ,Nee, wirklich nicht," wiederholte das Mädchen mit zitternder Stimme. ,Ab in die Ecke," bestrafte er seine Frau, weil er ihr nicht glaubte, da er 2 getragene Tena´s und das offene Zweierpaket der Schnuller am Fußende ihres Hochbettes entdeckte. ,Lügner bekommen kurze Beine und lange Nasen. Ich bestrafe dich nicht für deine Vorlieben, sondern für das Leugnen solcher Eigenarten. Wenn ich dich schon mal aufdecke, kannst du mir ruhig die Wahrheit sagen," motivierte Maik sie zu mehr Vertrauen. ,Ich habe Angst, jemandem die Wahrheit zu erzählen," gab Elly zu, während sie sich vor ihm hinkauerte. ,Da wir zusammen gehören und ich dich schon mal gewickelt habe, brauchst du dich für deine Vorlieben nicht schämen. Deswegen frage ich dich. Hast du die vergangen Nächte mit Baby-Sachen geschlafen?," zog er ihr aus der Nase. Elly kullerten erst dicke Tränen bis zum Kinn runter, eh sie es endlich zugab. ,Na also, geht doch! Warum sagst du nicht gleich die Wahrheit?", lobte Maik sie und beendete die Strafe für seine Frau. ,Entschuldigung, ich wollte nicht mit der Macke auffliegen, das ist ein Zeichen von Schwäche," stammelte sie unter Tränen zusammen. ,Macken hat jeder, du brauchst deswegen nicht weinen. Wenn dir Kinderkram gefällt, gib es ruhig zu. Ich reise dir deswegen nicht den Kopf ab," bot er ihr an.

,Ich hielt dich für das letzte Ar***loch, weil ich wegen dir diese Neigung erworben und umsonst gegen diese Grausamkeiten gekämpft habe. Ich bekomme die Bilder nicht aus dem Kopf, wie du mich in deiner alten Wohnung behandelt, mir vor 2 Wochen Babykram gekauft hast und mit Kinderspielzeug aus vergangenen Zeiten angekommen bist. Früher war bei mir alles normal, nur durch deine Schikane habe ich eine Klatsche bekommen. Die Erinnerungen bringen mich in Versuchung, sich mit Babysachen zu beschäftigen, dann komme ich auch noch zu dem Urteil, Gefallen daran zu finden und kann gegen diese Gefühle nichts ausrichten, weil mich das Bedürfnis nach nicht altersgerechten Handlungen immer wieder einholt. Ich habe dich in solchen Momenten gehasst, obwohl ich dich lieben wollte," vertraute sie ihm die ganze Wahrheit an.

,Oh nein! Dass du eine Neigung erwirbst wollte ich natürlich nicht erreichen. Meine Maßnahmen sollten den Zweck erfüllen, dich von alten Säcken fern zu halten," beichtete er ihr. ,Ich konnte einfach nicht anders, Gleichaltrige sind mir zu kindisch. Du hast bei dem Übergang, als wir Hand in Hand gingen, und ich deine Wohnung kennen lernte selber gesehen, wie mich eine Gruppe junger Bengel anbaggerte. Das ist eine Form von Respektlosigkeit, jemanden anzubaggern, der vergeben ist," argumentierte Elly. ,Ja, ich sehe durchaus ein, dass man sowas nicht macht. Ich wollte dir keinen Knacks geben. Dafür liebe ich dich zu sehr, sonst hätte ich von dir keine Angebote wie Eltern kennen lernen, Wohnung teilen oder ähnliches angenommen," erklärte Maik. ,Das fällt dir aber spät ein," bemerkte Elly und schaute ihn ungläubig an. ,Ja, das kann ich nicht abstreiten. Wenn ich könnte, würde ich die Zeit zurückdrehen, nochmal von vorn mit dir anfangen und dich normal behandeln," bereute er seine Fehler. ,Die Einsicht kommt leider zu spät, aber besser als nie. Jetzt habe ich eben diesen Regressions-Fetisch, möchte aber jedoch selber entscheiden, wann ich diese Identität auslebe. Das hast du mit deiner Art ganz toll hingekriegt, " gab das Mädchen zu. ,Soll ich dich wie ein Kleinkind behandeln? Ich kann das. Jetzt überlege dir, was du sagst! “, stellte Maik sie vor einem Ultimatum. ,Ja, ich möchte in Zukunft wie ein Kind behandelt werden, was noch nicht trocken ist,” warf Elly ihm an den Kopf. ,Wenigstens wirst du langsam ehrlich. Dann komm mal her, mein kleiner Hosenscheißer. Nun brauchst du dich nicht mehr zu verstecken, sondern kannst dich getrost füttern, pflegen und je nach Tageszeit umziehen lassen, vor mir mit Schnuller herumrennen, mit Kinderspielzeug spielen, einmachen oder auch das Töpfchen benutzen, wie du Lust hast," sprach er zu ihr in einer nicht ernst zu nehmenden Stimmlage, als hätte er ein echtes Kind vor sich, nahm sie dabei auf seinen Schoß und schwenkte sie ein wenig. Elly ließ sich die Worte und das geschwenkt werden auf der Zunge zergehen.

,So, es geht jetzt auf 22:00Uhr zu, ich muss dich langsam für die Nacht fertig kriegen, gab Maik ihr nach einer halben Stunde herumschwenken zu verstehen, lies sie sich hochraffen, zog sie aus und schickte sie ins Bad zum Waschen, Zähne putzen und einem letzten Toilettengang. Während Elly sich für die Nacht wusch, die Zähne putzte und noch mal auf Toilette setzte, bereitete der Mann für sie einen Body, Schlafanzug, Pflegeprodukte und eine Windel im Kinderzimmer auf ihrem Wickelplatz vor. Sobald sie mit einem Handtuch ``Oberweite und Intimbereich bedeckend" aus dem Bad kam, empfing er sie im Kinderzimmer:,Du brauchst dich nicht zu verstecken. Ich vergewaltige doch kein Kleinkind," kramte ihre Schnuller hervor, wusch die beiden Exemplare ab, steckte ihr einen in den Mund, entsorgte die Windeln von den vergangen beiden Nächten und fing mit der Pflege an. Maik trocknete ihren Körper ab, wobei sich nicht vermeiden lies, ihre Intimstellen zu sehen. Zum Pflegen stütze er mit einem Arm ihren Kopf ab, den anderen klemmte er unter ihre Beine, um seine Frau wie ein Kleinkind auf den Wickelplatz zu legen, faltete die Windel auf, hob Elly mit einem Arm ihre Beine an, platzierte sie mit der anderen Hand unter ihr, cremte sie ein, verschloss die Windel, zog dem Mädchen einen Body und ein Nachtkleid drüber. Mit den Worten:,Gute Nacht, mein Windelmädchen," verabschiedete sich Maik, ließ die Spieluhr laufen, eines von den ganzen Spielzeugen, die er aus alten Zeiten mit zu ihr brachte und schlich sich aus dem Kinderzimmer.

,Heute war es 22:30Uhr. Das ist viel zu spät für ein Kleinkind. Morgen muss sie gleich ins Bett, nachdem sie mich empfangen hat," ging Maik durch den Kopf, als er auf die Uhr schaute. Nur schlief Elly nicht gleich ein, sondern machte noch eine Weile Faxen, bis sie ruhiger wurde. Bevor sich der Mann selber hinlegte, kontrollierte er nochmal, ob sie schlief und lehnte die Kinderzimmertür wieder an. Um es am nächsten Tag nicht wieder so spät werden zu lassen, kündigte Maik gleich morgens vor der Arbeit an:``Sie müsse bis er wieder von seiner Arbeit nach Hause käme nachttauglich sein, was bedeuten würde, bereits gewaschen, die Zähne geputzt haben und im Schlafanzug sein, sodass er sie nur noch wickeln und ins Bett schicken bräuchte. Um 20:00Uhr will er für sie den Tag beenden." ,Ja, ich verspreche dir das, um dir die Arbeit zu erleichten und Zeit einzusparen," sah Elly ein.

Sobald sie von der Arbeit kam, stellte sie die Arbeitstasche ab, beeilte sie sich mit Haushalts-Aufgaben, stellte ein Getränk für den nächsten Tag in den Kühlschrank, spielte bis 18:00Uhr mit Puppen, aß danach Abendbrot und machte sich fertig, um Maik nicht zu enttäuschen. Als Elly ihren Mann bereits in einem Body und Schlafklamotten von der Arbeit empfing, wurde sie hoch gelobt, was sie für ein braves Kind sei und von ihm nochmal auf Toilette geschickt. Kaum war sie aus dem Bad, fragte Maik, ob sie für eine Windel schon bereit sei. Sie bestätigte ihn, ließ sich in ihr Kinderzimmer führen, wie am Vortag unter ihren linken Arm und beide Kniekehlen packen, auf den Wickelplatz legen, Schlafanzughose herunterziehen, Body nochmal aufknöpfen, eincremen, anheben, um eine Windel unter sich platziert und verschlossen, anschließend die Klamotten wieder drüber zu bekommen. Zum Schlafen, säuberte Maik die Schnuller, steckte ihr einen in den Mund, ließ die Spieluhr wieder laufen und verabschiedete sich mit gleichen Worten wie am Vortag. Sie ließ das gewickelt sein auf sich wirken und wie die Windel von ihren Schlafklamotten fest an ihren Körper gedrückt wurde. Obwohl sie nicht wusste, dass es noch Abertausende andere Windelträger dieser Art gibt, bestand kein Zweifel an der Echtheit ihrer Gefühle. Elly überlegte sich sogar, ob sie tagsüber auch öfters gewickelt werden wollte. Ihr Herz sagte ja, der Verstand sagte nein. Sie war hin und her gerissen. Verheimlichen brauchte sie vor Maik eh nichts mehr, auch wenn es ihr nicht gefiel, überführt zu werden. Sie schwor sich, einen Mann zu wollen und keinen Ersatz-Vater. Manchmal ergeben sich Sachen, die man sich anders vorstellt. ,Ich bin mit dieser Macke allein, keiner um mich herum würde freiwillig Kind spielen," ärgerte sich Elly am 3. Abend des Versorgt Werdens. ,Das ist doch alles halb so wild. Ich habe im Internet unter dem Begriff Windelträger gegoogelt. In Deutschland ist es noch ein zu großes Tabu, während man in Englischsprachigen Ländern schon weiter ist und sich bereits welche per Videos, Fotos im Internet outen. Du denkst zwar, du bist mit dieser Macke allein, aber es ist nicht so und das ist kein Quatsch. Es gibt sogar Foren für solche kleinen Motten wie dich. Die Foren sind voll mit c.a. 6000 registrierten Mitgliedern, aber die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein und steigt jedes Jahr an," versicherte Maik ihr, während er sie für die Nacht pflegte.

Teil 2


Zu nächst hielt Elly sich noch zurück. Ein paar Wochen nach dem Maik sie entdeckte fing das Mädchen an, sich zur Schau zu stellen. Zwischendrin feierte sie als Löwe ihren besagten 21. Geburtstag, wo sie das erste Mal begann, ihre Macke nach außen dringen zu lassen. Da Maik auf Grund seiner Sympathie mit vielen Kunden und Arbeitskollegen befreundet war, überraschte er sie mit seinem Arbeitsumfeld, indem er die engsten Leute von sich einlud. Die erste Gelegenheit war gekommen, da beide für ihren Geburtstag extra Urlaub nahm. Das Mädchen schmiss sich an ihrem Ehrentag in Schale mit Windeln, einem Body in Rosa, einem Minirock, flechtet sich 2 Zöpfchen, schminkte sich, machte sich Schmuck an ihren Körper und einen leichten Pony mit Haarspree. Anschließend probte sie nochmal ein paar Balladen in ihrem Revier, da sie sich ganz gerne mit Musik-Instrumenten beschäftigte und es austragen wollte. Der Junge zog sich in Weiß mit einem Hauch Glitzer an.

Schon Vormittags empfing das ungleiche Paar bereits eine Hälfte von geladenen Gästen, hörte laut Musik, trank Kaltgetränke und tanzte mit ihnen. Sobald die Gäste vollständig waren, drehte Elly kurz die Musik-Anlage aus und überraschte ihre Festgesellschaft, indem sie mit Musikinstrumenten bekannte Songs wie Time to say goodbye von Andrea Bocelli oder We have a´ dream von der ersten DSDS-Staffel spielte. Dass das Kindermusik-Instrumente waren, spielte für sie keine Rolle, es ginge ihr hauptsächlich darum, anderen etwas zu zeigen und was aus ihren erworbenen Fähigkeiten zu machen. Sobald sie mit ihren Einblicken fertig war und wieder die Anlage aufdrehte, wurde sie hoch gelobt. Einige Kunden, bei denen er im Privathaushalt fließ fotografierten und filmten sie, um Beweismittel zu haben, ohne dass Elly böse Vorahnung hatte und fingen schelmisch an zu lachen. Selbst Maik war überrascht und spielte mit dem Gedanken, ihr richtige Musikinstrumente zu besorgen, damit sie ihre Stärken weiter ausbauen könnte. Das Elly malen konnte war dem gestandenen Mann schon bekannt, aber mit Geige, Xylophon und Panflöte umzugehen hingegen Neuland für ihn. Sein Schatz muss sich die ganze Zeit mit Musik-Instrumenten beschäftigt und Gefallen daran gefunden haben. Zwischendurch aß das Paar mit der Festgesellschaft Mittagessen und Kuchen zum Nachmittag. Gegen 16:00Uhr wurde weitergetanzt. Zum Abschied der Leute, die auf Maik seiner Seite sind, haute Elly mit ihren Musik-Instrumenten nochmal auf die Ka***, bevor das Paar die Party beendete, weil sie am nächsten Tag wieder arbeiten mussten.

Wenige Tage später stellte Maik Veröffentlichungen von Videos und Fotos über sich und Elly unter Dateinamen wie ,Zimmer-Macher verliebt sich in Windelracker," oder ,Mag seine Frau Kinderkram oder nicht?" im Internet fest. Seine Gefühle schwankten zwischen Scham, Wut und Mitleid. Er beichtete es seinem Chef, zeigte ihm die Dateien und drohte an:,Bekomme ich raus, wer das war, kriegen die Jenigen derbe Ärger. Das kann ich Ihnen versprechen. In meiner Verwandtschaft ist ein Rechtsanwalt!" Ihm war nach dem Patzer nicht gerade wohl bei der Aufgabe, in Haushalte zu gehen, da er jederzeit auf Grund der Veröffentlichungen verspottet werden könnte, ließ sich jedoch nichts anmerken und führte seine Aufträge aus. Die Dateien gingen ihm beim Fließen in Küchen und Bädern nicht aus dem Kopf, worauf sich eine Windel unter Ellys Klamotten abzeichnete, oder es sich bei ihrem Oberteil um einen Body handelte und sie ihre Geburtstagsgäste mit Kinder-Musikinstrumenten überraschte. Auf Arbeit bekam sie die ganze Aufregung mit evtl. veröffentlichten Dateien nicht mit und fuhr gut gelaunt nach Hause.

,Du freche Windelsünderin, du kleines, notgeiles Luder. Sag mal, schämst du dich vor anderen Leuten gar nicht? Am liebsten würde ich dich jetzt versohlen, bis du dir die Augen ausheulst vor Schmerzen. Du kannst von Glück reden, dass wir im 21. Jahrhundert leben, wo Schlagen verboten ist und ich so viel Anstand habe, um Frauen und Kindern keine Gewalt anzutun. Ich muss dir was zeigen! Komm mal an meinen Computer, aber sofort" rutschte ihm zornig heraus. Ihr verging das Anlächeln bei den Sätzen und der Tonlage des gestandenen Mannes schlagartig. ,Ich habe gar keinen Plan, dass etwas passiert sein musste," argumentierte Elly kleinlaut. Als er ihr die veröffentlichten Dokumente zeigte, auf denen sie zu sehen war tat sie vor ihm völlig schockiert, fasste sich die Hände über die Stirn und antwortete ihm:,Och nöööö, das kann doch nicht wahr sein. Wer von deinen Leuten würde solch einen Unsinn treiben, andere zu filmen, fotografieren und im Internet bloßstellen?" ,Genau, das ist es eben. Wir wissen es nicht, also nimm dich vor anderen Leuten in Acht und überlege dir, wie du dich anziehst und frisierst," warnte Maik sie von seinen Gefühlen dominiert. Auf den Dokumenten war nicht nur zu sehen, wie sie ihren Geburtstagsgästen mit Musik-Instrumenten Songs von Idolen präsentierte oder zur Musik aus der Anlage tanzte, sondern ihr gepolsterter Schritt unter dem Minirock und Momente, in denen sich beim Hinsetzen und Aufstehen der Minirock verschob, sodass sie ihn wieder an die richtige Stelle platzieren musste. ,Ich bin fassungslos, wie kriegen wir jetzt raus, wer das war?", rätselte Elly vor Maik herum. ,Das können wir nicht erzwingen, sondern wird sich evtl. von selber erklären. Das kann nur jemand sein, der uns aufgenommen hat. Es ist sowieso zu spät. Man sollte sich vorher überlegen, wie man sich präsentiert. Auf jeden Fall möchte ich sowas nicht nochmal erfahren," zischte er herum. ,Ich habe meine Macke nicht absichtlich ausgetragen. Da musst du mich nicht anschimpfen, Ich kann nichts dafür, bespitzelt worden zu sein," schwor sie ihm. ,Du kannst mir glaubhaft machen, was du willst. Auf mich wirkt die Kombination Windeln, Body und Minirock mit voller Absicht. So schlampig wie du dich gestylt hast, brauchen wir uns über eine Gerüchte-Küche nicht wundern. Dann läufst du auch noch in Rosa und mit 2 Zöpfchen herum, obwohl du wusstest, dass wir Besuch bekamen," regte er sich auf. ,Beruhige dich wieder! Als Mädchen darf ich doch wohl Rosa und Zöpfe tragen?," versuchte sie ihn wieder herunterzufahren. ,OK, ich merke, du willst nicht mehr erwachsen sein. Dann bekommst du jetzt die Quittung für deine Handlungen, wirst gefüttert, gehst nach dem Essen ins Bad, zum Waschen, Zähne putzen, für einen Klogang und danach gleich ab ins Bett," bestimmte Maik über sie. ,Doch, ich möchte als Erwachsene wahrgenommen werden, anstatt immer über mich bestimmen zu lassen," widersprach Elly. ,Die veröffentlichten Dateien sagen mir aber was anderes, also Lätzchen um und Mund auf," hielt er an seiner Entscheidung fest, fütterte sie mit einem Baby-Glas, etwas Babytee, tupfte mit ihrem Lätzchen den Mund sauber und schickte sie ins Bad, obwohl es erst 18:00Uhr war. Sie duschte sich ausgiebig, putzte sich die Zähne, schützte ihre Axeln mit Deo-Roller vor Körpergerüchen, setzte sich vor der täglichen Hygiene und auch danach nochmal auf Toilette, um nachts nicht von Körperdruck gestört zu werden. Mit den Worten:,Zur Strafe gehst du heute früher ins Bett," beförderte Maik seine Frau in ihr Revier, zum Wickeln lieblos auf ihren Wickelplatz. ,Es tut mir leid, ich wollte nicht bespitzelt werden," entschuldigte Elly sich bei ihm. ,Es ist jetzt nun mal passiert. Wir müssen irgendwie rauskriegen wer das war, um den oder die Jenigen dafür belangen zu können. Das ist Rufschädigung," erklärte er schon ruhiger. Er vollzog die Wickelprozedur hektischer als sonst, schickte sie ins Bett und verabschiedete seine Frau lieblos mit:,Gute Nacht, du freche Windelgöhre!" Die Worte haben bei ihr gesessen, dass sie nochmal heulen musste. Ihm tat es leid, auf seine Frau so stinkig reagiert zu haben, aber irgendwem musste er seine Gefühle zeigen. Wenn es sie nicht sein sollte, wer sonst, ging ihm durch den Kopf. Sie wollte doch mit ihm zusammen kommen, nahm sein Alter in Kauf und niemand anderes. Er beschäftigte sich bis 21:00Uhr vor dem Fernseher und Computer, machte sich ebenfalls Nachttauglich und legte sich hin, da es eine Frühschicht-Woche war.

Als Elly sich am Freitag tagestauglich machte und Essen für die Arbeit vorbereitete, entdeckte sie einen Zettel an der Haustür, auf dem sie von Maik vorgewarnt wurde.,Wenn ich Spätschicht-Wochen habe, machst du bitte vor 19:00Uhr nicht mehr die Tür auf. Das ist nur zur Sicherheit. Nicht, dass wir noch von Presse-Leuten belästigt werden, wegen den ganzen Gerüchten im Internet. Wer weiß, wie viele Verrückte es gibt, die auf Windel-Videos stehen! MFG, Dein Schatz." ,Ja, ich verspreche das," antwortete sie mit einem Kugelschreiber daneben und marschierte gleich zum Treffpunkt ihres Arbeitsbusses. Elly vorzuwarnen ging nicht mehr anders, da er bei Frühschicht vor ihr außer Haus musste.

Die Woche drauf traf für das Paar der Ernstfall ein, dass Elly Nachmittags nach Hause kam und alleine war. Es klingelte zwar nicht, aber dafür ließ sie es drauf ankommen, indem sie in Windeln und Fetischkleidung auf dem Balkon die Blumenkästen bearbeitete. Jeder, der an ihr vorbeilief, hätte sie ausspähen können, aber auch Mitbewohner des Mehrfamilienhauses in den Wohnungen, die rechts neben ihr sind. Nach einer Stunde entdeckte sie Familie Frankenthal, den Mann mit einer laufenden Kamera und die Frau fotoschießend auf deren Balkon und schnauzte das Paar an:,Packen Sie Kamera und Foto-Apparat weg, ich glaube, ich spinne! Das zählt unter Belästigung." ,Schnullerkind! Windelsünderin!" spotteten die Leute nacheinander und bespitzelten das Mädchen weiter. ,Sie sind wohl nicht mehr bei Trost? Jetzt beleidigen Sie mich auch noch! Na warten Sie, das gibt Ärger mit meinem Mann," drohte Elly ihnen an. ,Halt deinen Mund. Du präsentierst dich als Baby, also müssen wir davon ausgehen, dass du offensichtlich kein Schamgefühl vor der Öffentlichkeit hast. Deine Geburtstags-Aufnahmen haben wir auch schon gesehen, haha," machte sich Familie Frankenthal über sie lustig. ,Sie siezen mich gefälligst, ist das klar? Ohne Respekt voreinander läuft hier nichts," setzte sie nach, ließ alles stehen und liegen, beachtete die Leute nicht weiter, flüchtete rein und verschloss die Balkontür. Wer weiß, wie lange das Paar diagonal über dem Mädchen schon am Werk war. Sie hoffte, dass Maik denen eins auswischen würde. Jedenfalls rief sie auf seiner Arbeitsstelle an, erreichte seinen Chef und fragte, ob sie ihren Mann sprechen konnte. ,Ojee, das tut mir leid! Ihren Mann habe ich heute mit 5 anderen Angestellten zu einem Groß-Auftrag geschickt. Es handelt sich um das Fließen eines Erlebnisbades," benachrichtigte er sie. Elly biss sich auf die Lippen und machte sich bemerkbar, dass es ihr dr

Re: Suche dir einen Gleichaltrigen, Elly!

Ich musste an einer bestimmten Stelle von Teil 2 nochmal anfangen, weil hier die Hälfte gefehlt hat, für das nächste Mal weiß ich, dass ich die Kapitel einzeln veröffentliche, damit das “Abtrennen von Szenen” durch Zeichen.Beschränkungen nicht mehr passiert! Ich möchte mich für den Patzer entschuldigen!


Die Woche drauf traf für das Paar der Ernstfall ein, dass Elly Nachmittags nach Hause kam und alleine war. Es klingelte zwar nicht, aber dafür ließ sie es drauf ankommen, indem sie in Windeln und Fetischkleidung auf dem Balkon die Blumenkästen bearbeitete. Jeder, der an ihr vorbeilief, hätte sie ausspähen können, aber auch Mitbewohner des Mehrfamilienhauses in den Wohnungen, die rechts neben ihr sind. Nach einer Stunde entdeckte sie Familie Frankenthal, den Mann mit einer laufenden Kamera und die Frau fotoschießend auf deren Balkon und schnauzte das Paar an:,Packen Sie Kamera und Foto-Apparat weg, ich glaube, ich spinne! Das zählt unter Belästigung." ,Schnullerkind! Windelsünderin!" spotteten die Leute nacheinander und bespitzelten das Mädchen weiter. ,Sie sind wohl nicht mehr bei Trost? Jetzt beleidigen Sie mich auch noch! Na warten Sie, das gibt Ärger mit meinem Mann," drohte Elly ihnen an. ,Halt deinen Mund. Du präsentierst dich als Baby, also müssen wir davon ausgehen, dass du offensichtlich kein Schamgefühl vor der Öffentlichkeit hast. Deine Geburtstags-Aufnahmen haben wir auch schon gesehen, haha," machte sich Familie Frankenthal über sie lustig. ,Sie siezen mich gefälligst, ist das klar? Ohne Respekt voreinander läuft hier nichts," setzte sie nach, ließ alles stehen und liegen, beachtete die Leute nicht weiter, flüchtete rein und verschloss die Balkontür. Wer weiß, wie lange das Paar diagonal über dem Mädchen schon am Werk war. Sie hoffte, dass Maik denen eins auswischen würde. Jedenfalls rief sie auf seiner Arbeitsstelle an, erreichte seinen Chef und fragte, ob sie ihren Mann sprechen konnte. ,Ojee, das tut mir leid! Ihren Mann habe ich heute mit 5 anderen Angestellten zu einem Groß-Auftrag geschickt. Es handelt sich um das Fließen eines Erlebnisbades," benachrichtigte er sie. Elly biss sich auf die Lippen und machte sich bemerkbar, dass es ihr dringend war:,Ach du meine Güte! Dann würde ich vorschlagen, Ihnen vorweg zu erzählen, was mir passiert ist und dass Sie es an ihn ausrichten, wenn es Ihnen recht ist." ,Es geht in Ordnung," gestattete ihr der Chef. ,Ich wurde bespitzelt von diagonal gegenüber wohnenden Nachbarn! Als ich die Leute ermahnte, Kamera und Fotoapparat wegzupacken, schimpften sie mich an und machten einfach weiter," erklärte sie seinem Chef. ,Das ist natürlich nicht schön. Gut, dass Sie sich jemanden anvertrauen. Ich sage ihrem Partner so schnell wie möglich Bescheid," versicherte er ihr und verabschiedete sich.

Nach dem Telefonat zog sich Elly wieder normal an. Wegen Familie Frankenthal verging ihr das Babyspielen gründlich. Parallel fuhr Maik mit 5 anderen eingeteilten Kollegen gerade vom Groß-Auftrag in seine Firma zurück und bekam von seinem Chef die Hiobs-Botschaft, dass seine Frau auf Grund von Spitzelleien anrief. ,Ich könnte den betroffenen Mitbewohnern eine reinhauen! Meine Frau hat schon an ihrem Geburtstag genug durchgemacht mit Bespitzelungen. Wir haben es ein paar Tage später erst gemerkt" rastete Maik aus. ,Sie schlagen bitte niemanden. Bei Gewalt haben Sie die Ar***karte und nicht die Jenigen, die Ihre Frau ausspähen. Also, überlegen Sie sich, was Sie machen! Suchen Sie sich mit ihr einen Anwalt, bevor sie wegen anderen Leuten eskalieren und Gewalt ausüben," beruhigte der Chef seinen angeschlagenen Angestellten. ,Wie lange soll ich die Verletzung unserer Privatsphäre und Rufschädigung noch durchstehen? Können Sie mir das sagen?," fragte Maik hektisch seinen Chef. ,Es tut mir leid, was mit ihrer Frau gemacht wird. Ich kann Ihnen nur raten, ruhig zu bleiben, mit ihr offen über die Themen zu reden, auch wenn es unangenehm ist und fachliche Hilfe in Anspruch nehmen. Denn Gewalt und laut sein nützt Ihnen gar nichts. Am ehesten können Ihnen Rechtsanwälte und Polizisten helfen, um die Verantwortlichen aufzuspüren. Sollte Ihre Gesundheit dadurch gefährdet sein, rate ich zusätzlich zu Ärzten und im Notfall, nochmal die Wohnung zu wechseln," gab ihm der Chef mit auf den Weg. Maik versprach ihm das und fragte seine Frau gleich, welche Nachbarn das waren, sobald er in die Wohnungstür hereinkam. ,Das waren die Frankenthal´s, diagonal über uns. Sie schlichen sich heimlich auf ihren Balkon, hielten Kamera und Fotoapparat auf mich herab. Ich habe es zu spät gesehen, weiß jetzt nicht, wie lange ich belästigt wurde und was mit den Aufnahmen über mich passiert. Ich wollte bloß den Balkon ein wenig bearbeiten und ermahnte das Paar bei Erwischen mehrmals. Sie spotteten und bespitzelten mich einfach weiter, deswegen erzähle ich es dir jetzt, in der Hoffnung, dass wir sie belangen können," erklärte Elly. ,Ach Menschenskind! Dir passieren ja Sachen. Da kann ich nicht mehr sorgenfrei auf Arbeit gehen," beklagte sich Maik. ,Das ist natürlich nicht zu meinem Interesse, aber mit irgendwem musste ich reden, auch wenn es dein Chef war. Ich kann sowas einfach nicht in mich rein fressen und mir auch nicht gefallen lassen," argumentierte Elly.

Als nächstes war sie die Jenige, die auf Arbeit von diversen Malheuren mit Privatsphäre-Verletzungen, Rufschädigung ihrem Umfeld berichtete und die Reaktion ihres Mannes. Auch ihr wurde geraten, sich Hilfe zu holen von einem Rechtsanwalt, Polizisten und Ärzten, obendrauf dafür eine Woche Sonder-Frei gegeben und dafür ´´Entschuldigt eingetragen. Mit den Worten:,,Recht herzlichen Dank," ließ sie sich von einem Gruppenleiter nach Hause fahren. ,,Oh, was ist denn passiert, dass du wieder nach Hause geschickt wurdest?," wunderte sich Maik, da es so früh war, dass er noch locker 2 Stunden Zeit für sie hatte, bevor er gehen musste. ,,Ich habe die Vorfälle gebeichtet, sodass Fach-Arbeiter mir rieten, Hilfe in Anspruch zu nehmen und mich dafür heute wieder nach Hause schickten," begründete Elly ihm sachlich. Dass es für eine ganze Woche galt, verklickerte sie ihm nicht, da sie schnellstmöglich wieder arbeiten gehen wollte. ,,Achso? Dann lass uns zur Polizei gehen. Aber wir müssen uns beeilen. In 2 Stunden muss ich zur Arbeit," reagierte er hektisch, um sich nicht zu verspäten und fuhr mit ihr schon auf die Wache. Ein Berufstätiger war gerade dabei, Berichte zu schreiben, als sie ankamen. Sobald er die Kläger hinter der Glasscheibe der Zentrale wahr nahm, sprach er sie an, was los war. ,,Wir wurden in den letzten Tagen bespitzelt. Von wem können wir uns Hilfe holen?",fragte Elly nach, da sie am ehesten betroffen war. ,,In Ordnung. Nehmen sie bitte vor mir Platz. Kollegen haben mehr Ahnung, als ich," entschied er durch den Spion und fragte herum. Es dauerte eine halbe Stunde, bis ein Arbeitskollege von dem Berichte schreibenden Beschäftigten eintraf und ihnen weiterhalf:,,Sooo, Sie wurden also bespitzelt, habe ich gehört?" ,,Ja," antworteten Elly und Maik fast wie in einem Chor. ,,Wo und wann ist das passiert?", wollte er wissen. ,,Zu Hause, einmal an meinem Geburtstag von Geburtstagsgästen und gestern schon wieder von anderen Hausbewohnern unserer Adresse," erklärte Elly ihm ausführlich. ,,Wissen Sie von Verantwortlichen zufällig Namen?", hinterfragte er weiter. ,,Ja, die Nachbarn heißen Frankenthal, also das sind die Jenigen, die mich gestern ausspähten und auf keine Ermahnung reagierten. Andere Namen weiß ich jetzt nicht. Ungewollte Aufnahmen zu machen war aber nicht das Einzige. Die Geburtstags-Gäste, von denen ich jetzt keine Namen weiß, setzten noch ein drauf und veröffentlichten die Dokumente im Internet," stand Elly ihm Rede und Antwort. ,,Ich habe Kunden in Verdacht, für die ich mal im Privat-Haushalt gearbeitet habe, da diese am meisten auffielen und sich darüber amüsierten wie gackernde Hühner. Arbeitskollegen von mir, die ich am Geburtstag teilhaben ließ, wurden stutzig und fragten mich, was ich meiner Frau für komische Gäste zumute. Da ahnte ich aber noch nichts schlimmes," gab Maik dem 2. Polizisten zu verstehen. ,,OK, und wissen Sie zufällig Namen von Leuten, die Sie in Verdacht haben?", wurde Maik gefragt. ,,Ja, die Auffälligsten Gäste waren drei Frauen und 2 Männer. Eine heißt Selzen, die nächste Pfeddersheim, die 3. Zeiskam, die Männer Dudenhofen und Freisbach," konnte er haargenau vermitteln, da er diese als Stammkunden hatte. ,,Wie alt schätzen Sie die Pappenheimer?", fragte der Polizist als nächstes. ,,Zwischen 30 und 40 Jahre," antwortete Elly unsicher. ,,So, die Informationen reichen erst einmal. Dann müsste ich mal zu Ihnen nach Hause, um mir Beweise anzusehen," bat der Polizist das betroffene Paar höflich und holte sich von denen eine Genehmigung ein. Er fuhr den beiden hinterher, um herauszufinden, wo sie wohnten und wurde auch in deren Wohnung rein gelassen. Es dauerte nicht lange, bis Maik seinen PC vor dem Polizisten hochfuhr, das Internet aktivierte und beim Suchen die Aufnahmen über Elly zum Vorschein kamen. Zur Krönung entdeckte er auch noch Dateien vom Vortag. Als Elly die Dokumente, wo sie am Balkon arbeiten wollte, wieder erkannte, war sie sichtlich schockiert. Das war für sie wie ein Schlag ins Gesicht und die Szene kam wieder hoch, als diese im Internet abgespielt wurde. ,,Das sind die ganzen Beweise, die existieren, wie ich sie erwischte, ermahnte und die Respektlosigkeit der Leute" stammelte Elly zusammen und weinte vor negativen Gefühlen. Ihr war es sichtlich peinlich, vor dem Polizisten zu stottern und zu weinen. ,,Was sollte er jetzt von mir denken?," ging ihr durch den Kopf. ,,So, das ist Rufschädigung und Nötigung! Das ist strafbar. Dafür können wir die Verantwortlichen belangen," entschied der Polizist, nachdem er alle Dokumente unter Namen wie ,,Zimmer-Macher verliebt sich in Windelracker, ,Mag seine Frau Kinderkram, oder nicht?," ,Ein Riesenbaby auf dem Balkon," gesehen hat, ließ Elly und Maik eine Anzeige gegen die Verantwortlichen schreiben, nahm die Anzeigen mit und verabschiedete sich. Kaum war er bei den Klägern aus der Tür, marschierte er nach oben zu den Angeklagten Frankenthal´s. Wie er die sich zur Brust nahm, bekam das klagende Paar nicht mehr mit.

,Du hast dich ja mal wieder schön zur Schau gestellt, frecher Hosenscheißer! Auf den Dateien ist zu sehen, wie leidenschaftlich gerne du Windeln und Fetisch-Kleidung trägst. Da brauchen wir uns über das Dringen an die Öffentlichkeit nicht wundern," redete er ihr ins Gewissen, nachdem der Polizist weg war. ,Ich rechne doch nicht mit Spionage! Sag mal, hörst du mal auf, mich für das Dringen an die Öffentlichkeit verantwortlich zu machen?," versuchte Elly ihn zu stoppen. ,Ich rate dir ausdrücklich, dich in Acht zu nehmen, aber nee, was machst du. Du stellst dich mit Fetischkleidung und in Windeln auf den Balkon, dass jeder, der auf der Seite der Balkone vorbeiläuft dich sehen kann und wunderst dich, ungewollt an die Öffentlichkeit zu geraten. Du bist doch selber schuld," setzte er fort. Nun hatte Maik es aber wirklich eilig, zur Arbeit zu fahren, da er gar nicht dachte, dass die Hilfe so umfangreich war. Er rief dort an, um sich bei seinem Chef für Verspätung zu entschuldigen und es zu begründen, anschließend verabschiedete er sich von Elly, warnte sie nochmal ausdrücklich, in seiner Abwesenheit niemandem die Tür zu öffnen und fuhr los. Ihm gingen ständig die skandalösen Dateien über seine Frau durch den Kopf, sodass er Mühe hatte, sich auf die Fortsetzung des Großauftrages des Erlebnisbades zu konzentrieren.

Da Elly den ersten freien Tag in ihrer Sonder-Frei-Woche" mit Maik von jetzt auf gleich Hilfe von außen in Anspruch nahm und der Polizist sich um den Rest kümmerte, war sie 7 Stunden allein und überlegte, wie sie sich in der Zeit beschäftigen sollte. Da sie die Musik-Instrumente bevorzugte, kam ihr die Idee auf, wieder Songs einzuüben. Allerdings nahm das unsagbar viel Zeit in Anspruch, aber dafür machte sie es sehr gerne. Bei einer Spielpause sah sie auf die Uhr und erschrak sich:,,Ach Scheibenkleister, ich habe mich heute noch nicht ernährt. Das würde Ärger mit meinem Macker geben," schnappte sich die Brotdose und das Getränk, was eigentlich für die Arbeit gedacht war, setzte sich ins Wohnzimmer, aß und trank erst mal. Als nächstes überlegte sie sich, was sie warmessen konnte, suchte Kühlschrank, Gefriertruhe und Hängeschränke nach was Brauchbarem ab, fand Fischstäbchen und Kartoffelpüree-Pulver vor. Sie überlegte sich eine Uhrzeit, wann sie das essen wollte, denn viel Spielraum blieb ihr nicht mehr, bis Maik nach Hause kam, sie zum Abendbrot füttern und schlaftauglich machen würde. Gegen 12:00Uhr nahm sie die Arbeitsbrote zu sich, also entschied sie letztendlich in 3 Stunden das nächste Mal zu essen. Sie stellte sich den Wecker, bereitete einen Topf für das Püree und eine Pfanne für Fischstäbchen mit Öl drin vor, um es nicht wieder zu verpatzen, so sehr wie sie ins Spielen vertieft war. Ihr fiel es unglaublich schwer, unterbrechen zu müssen, aber ihre Statur hatte mehr Priorität als alles andere. Sie wollte sich bloß nicht wieder Ärger von ihrem Mann einhandeln, auf Grund von Angrenzen der Magersucht. Sobald sie den Wecker klingeln hörte, erhitzte sie den Herd, bis zum Blubbern des Wassers für den Püree, des Öles für die Fischstäbchen, bereitete es sich und für ihren Mann mit zu. ,,Wenn er nach Hause kommt, wird er bestimmt auch nochmal Kohldampf schieben. Er braucht nicht mehr kochen, sondern es sich einfach nur in der Mikrowelle erwärmen," ging ihr durch den Kopf. Es ging recht schnell, bis es fertig war und sie essen konnte. Elly genoss es sichtlich, auch mal an einem Werktag zu Hause Mittag zu essen. Sie war es wegen ihrer festen Arbeit nur am Wochenende gewöhnt und nicht auf die eine WocheFreibrief`` eingestellt.

Nach dem Essen beschäftigte sie sich weiter mit Musikinstrumenten und die letzte Stunde mit Puppen. Sie wickelte sie mit den museumsreifen Folien-Babywindeln, die er ihr dafür zur Verfügung stellte, fütterte sie, zog sie um, schwenkte sie hin und her und trug sie durch die Wohnung, bis Maik sie dabei ertappte. ,Oh Entschuldigung," erschrak sie sich und ließ das Spielzeug stehen und liegen… ,Du brauchst dich nicht mehr zu verstecken. Dass du ´´Kind`` sein willst ist mir doch schon seit Juni bekannt. Tob dich ruhig aus, aber das müsstest du mittlerweile besser wissen," versicherte er ihr und motivierte sie zum Weitermachen. Zwischendurch bereitete er für sie Abendbrot zu und rief sie auf, sobald alles auf dem Wohnzimmertisch stand. ,Appropo, ich habe für dich Essen einkalkuliert, falls du auch nochmal Hunger hast, so schwer wie du arbeiten musst," wies Elly ihn hin, während er sie gemächlich mit einem Brei-Glas, einer Brotscheibe mit Wurst und etwas Babytee fütterte. ,Oh, das freut mich aber, jemanden zu haben, der an mich denkt," lobte er sie, nahm sich nach der Fütter-Prozedur für seine Frau einen Teller, packte sich was drauf und erwärmte es sich. ,Tust du mir den Gefallen und beginnst schon mal mit der Abendtoilette?", fragte Maik nach, während er sich das Essen fertig machte und genoss. Natürlich wollte Elly ihn nicht enttäuschen, da sie ihn ins Herz schloss, ob als Erwachsene oder in ihrer Fantasie-Rolle und erledigte es schon mal, damit er sie nur noch wickeln und ins Bett bringen brauchte. ,Oh, mensch, du hast den Wecker total verstellt," erkannte Maik und stellte ihn wieder neu ein. ,Ja, das war wegen der Essenszeit, damit ich das ja nicht vergesse, so schwer wie ich mich mit Spielzeug beschäftige." begründete sie.

Am nächsten Tag ließ sie sich so wecken wie immer, da Maik nichts von einer ganzen Woche Sonder-Frei wusste, trennte sich von Schnuller und Windel, packte sich Zivilkleidung zusammen und machte sich im Bad fertig. Anschließend bereitete sie Frühstück und ein Getränk für die Arbeit vor, ging schon zum Treffpunkt des werkstatteigenen Busses und fuhr ganz normal hin. Dort angekommen zog sie sich um und schloss ihre Tasche mit Nahrung in ihren Spind ein. Portemonnaie, Handy, Spintschlüssel, Lippenbalsam, Handcreme und Hubwagenführerschein verstaute sie in den Taschen ihrer Arbeitsklamotten, ging so in ihre Abteilung und begrüßte ihre Gruppe. ,Guten Tag Elly! Wieso bist du heute gekommen? Wir haben dich auf Grund von Pannen mit Spionage und Rufschädigung für die ganze Woche freigestellt, damit du dir rechtliche Hilfe holen kannst," wunderten sich die dazugehörigen Gruppenleiter. ,Ja, ich habe es vergessen. Tut mir leid," gaukelte sie ihnen vor. ,Die Gruppenleiter sollten möglichst nicht wissen, dass sie vorsätzlich hinkam, weil sie nicht die ganzen Tage zu Hause hocken wollte. Die konnten alles essen aber nicht alles wissen," dachte sie sich und schaute zu Boden. ,Du kannst dich wieder umziehen. Einer von uns fährt dich wieder nach Hause. Entschuldigte Arbeitskräfte dürfen wir nicht beschäftigen, da sie dann nicht versichert sind. Wenn dir was passiert in den Tagen, wo du entschuldigt bist und einen Arzt brauchst, bleibst du auf Arzt-Rechnungen sitzen," erklärten ihr die Gruppenleiter. ,Aaaaach Sch**ße," fluchte sie vor sich hin, während sie wieder auf dem Weg zur Umkleide war, ihnen gehorchte und alles wieder in die Vorderseite ihrer Tasche umpackte. ,Ich finde das voll schade," ärgerte Elly sich, als sie in Zivilkleidung, mit Sack und Pack nochmal in ihre Arbeits-Abteilung kam. ,Was ist denn los?", fragten einige Kollegen auf ihrer Augenhöhe nach. ,Ich werde wieder ungewollt nach Hause geschickt," betonte sie frustriert, weil man sie aus gesetzlichen Gründen nicht arbeiten ließ. ,Achso," antworteten die Gleichgesinnten und wendeten sich wieder ab. ,So, ab nach Hause! Du bist uns so eine Marke," sprach der männliche Betreuer zu ihr, führte sie am Rücken packend aus der Gruppe, zu seinem Auto, bat sie, einzusteigen und fuhr sie wieder zurück. Rätselnd, wie Maik auf das erneute Wegschicken reagieren würde, stand Elly nun paar Minuten an derselben Stelle, wo sie abgesetzt wurde. Ihr wurde keine Wahl gelassen, sodass sie ihrem Mann erzählen musste, dass es für die ganze Woche galt und sie als Entschuldigte nicht arbeiten darf, da sie in diesem Zustand nicht krankenversichert sei. Es war kaum 8:30Uhr, als sie schon wieder in die Wohnung kam wie am Vortag. ,Ach Herr je, was ist denn da schon wieder abgelaufen? Das ist ja schon der 2. Tag hintereinander, wo du nach Hause geschickt wirst" erschrak Maik, als er ihr die Tür öffnete. ,Ja, das dachte ich mir auch, als ich erfuhr, auf Grund von ´´e-Einträgen" eine ganze Woche nicht arbeiten zu dürfen. Ich bin so tierisch verärgert darüber, das ist unglaublich," betonte sie ihm ihre Gefühle. ,Das kann ich gut verstehen. Das ginge mir genauso," zeigte er Verständnis. ,Ich langweile mich gleich wieder, wenn du 9 Stunden weg bist," ahnte sie schon. ,Mache dir keine Sorgen. Du hast doch genug Spielzeug, womit du dich beschäftigen kannst. Gestern hat es doch auch geklappt," sicherte Maik sie ab, während sie Frühstück und Getränk aus ihrer Arbeitstasche holte, um es zu sich zu nehmen. Eine Stunde später ermahnte er Elly nochmal, keinen Unsinn zu machen und musste sich schließlich von ihr verabschieden.

Wie am Vortag suchte sie wieder die Küche nach warmen Essen ab, entschied sich für Reis und Hühnerfrikassee, bereitete 2 Töpfe mit Wasser zu, packte es schon mal auf die Arbeitsplatte und stellte sich den Wecker auf 13:00Uhr, um es nicht zu vergessen. Es bestanden noch 2 ¾ Stunden Zeit zur Freizeitgestaltung. Sie war mal wieder schwer mit Musik machen beschäftigt. Die meisten Songs, die sie sich selber beibrachte, stammen von den ganzen DSDS-Staffeln, da sie ein ganz großer Fan dieses Talentwettbewerbes ist. Sie hatte die Lieder auf Maik sein PC, hörte sie sich paar Mal an und spielte ihre Idole wie Alexander Klavs oder Mark Medlock nach. Doch irgendwann riss der Wecker sie aus ihrem Element. Sie überlegte nochmal kurz, was das bedeuten sollte. Ach ja, Essen wartet, fiel ihr wieder ein, als sie sich in die Küche begab. Sie machte den Herd an, passte auf das Wasser auf, bis es kochte, tat einen Reisbeutel und Hühnerfrikassee jeweils hinein. Das Zubereiten dauerte ungefähr eine ¾ Stunde, ehe sie essen konnte und trank hinterher was. Anschließend säuberte sie das benutzte Geschirr und räumte es wieder weg.

Sobald alles erledigt war, machte sie sich wieder ans Werk, die Lieder zu spielen, um zu testen, ob sie die noch konnte, verhaspelte sich bei dem Timing und den Strophen jedoch paar Mal. ,Nee, das will ich niemandem zumuten. Dann lachen mich alle Zuhörer aus," erkannte Elly, hörte die Lieder noch mal und versuchte erneut ihr Glück. Irgendwann ließ die Konzentration nach, sodass sie die Musikinstrumente wegpackte und mit was anderem spielte. Ihre 2. Wahl waren Puppen und Barbies mit Zubehör. Sie nahm sich jedoch vor, am nächsten Tag weiter zu musizieren. Wenn sie Musik machte, verglich sie sich mit Talentwettbewerb-Kandidaten, die sich auch keine Patzer erlauben dürfen, da sie ansonsten von der Jury aussortiert werden. Schließlich wollte sie wie an ihrem Geburtstag einen guten Eindruck hinterlassen und nicht die größte Lachnummer werden, wenn sie wieder was vorführte.

Ihr Körper meldete sich zwischendurch, sodass sie ihre Kinder-Spiele für Toilettengänge unterbrechen musste. Sie wollte lieber keine Windeln benutzen, auch zur Probe nicht. Dafür wurde sie in der Vergangenheit einfach zu streng erzogen, dass es sich ab einem gewissen Alter nicht mehr gehört. Außerdem bestand Gefahr, dass Maik einfach alles mitbekam und sie jedes Mal für Sünden ärgerte. Einmachen würde man einfach zu schnell wahrnehmen. Hygiene steht bei ihr an oberster Stelle und für diese Manier wird sie, solange sie es kann ihr Bestes geben.

Sobald auch auf Puppen und Barbies keine Lust mehr vorhanden war, überlegte Elly als nächstes, wo mit sie spielen konnte und wühlte ihr Zimmer durch. Sie entschied sich für das Plastik-Bormaschinen-Set, denn damit spielte sie noch nie in der ganzen Zeit, wo sie vergeben war. Zu dem Set gehörten neben einer Spielzeug-Bohrmaschine ein Plastiktisch im Miniformat mit unterschiedlichen Löchern, Spielzeug-Schrauben und Zangen unterschiedlicher Farben. Das Geräusch von der Bohrmaschine faszinierte Elly am meisten von allen.

,Oh Scheibenhonig," schreckte Elly auf, als sie den Schlüssel in der Haustür hörte. Das konnte nur eins bedeuten. Zügig packte sie das Spielzeug wieder weg, doch so schnell, wie sie überführt wurde, konnte sie einfach nicht handeln. ,Na, da hat das Kind aber fein gespielt," redete der Partner auf sie ein, als wäre ihre Rolle echt, während er ihr beim Wegräumen zusah. Sie schämte sich vor ihm immer noch, obwohl sie sich an seine Erlaubnis erinnerte, ihre neue Identität auszuleben. ,Entschuldigung, ich wollte nicht ertappt werden! Das war mal wieder ein Malheur," erklärte sie ihm. ,Dein Kindes-Fable ist doch nichts schlimmes. Sei ruhig das, was du selber fühlst und lass dich von Außenstehenden nicht verbiegen. Vor mir brauchst du dich nicht schämen, da ich die Macke sowieso kenne," sicherte sie Maik so oft, wie er konnte ab. ,Ich bin wegen den Bespitzelungen vergangener Tage immer noch völlig desorientiert und weiß nicht, was ich glauben soll. Mal sagst du, dass es kein Problem wäre und im nächsten Moment tickst du ab," äußerte Elly sich. ,Du darfst dich ausleben, aber nur vor Leuten, denen man auch so stark vertrauen kann, dass es keine Verräter sind! Aber jetzt zu was anderem, hast du schon Abendbrot gegessen?", hakte er als nächstes nach. Elly blieb bei der Wahrheit, dass sie es noch nicht tat und sich von ihm gerne wieder füttern lassen wollte. Daraufhin holte er Babynahrung aus einem Hängeschrank in der Küche, erwärmte es ein wenig, band ihr ein Lätzchen um, setzte sich mit ihr ins Wohnzimmer, drückte sie an sich, um den Weg der Nahrung vom Glas bis zu ihrem Mund zu verringern, anschließend gab er ihr ein Fläschchen mit Babysaft. Sobald alles verzehrt war, schickte er sie wieder ins Bad zum nachttauglich machen, pflegte sie für die Nacht bereits routiniert und ließ als Schlusslicht die Spieluhr laufen.

Am nächsten Tag sparte Elly sich ihre Mühe, früh morgens aufzustehen, da sie sowieso um die Reaktion ihrer Gruppenleiter Bescheid wusste. Man hätte ihr bei einem 3. Versuch zu arbeiten die Vergesslichkeit nicht mehr abgekauft und wäre ihr auf die Schliche gekommen, dass sie vorsätzlich handelte, weil sie keine ganze Woche zu Hause hocken wollte. Also schlief sie erst mal aus, machte sich alltagstauglich und frühstückte, als Maik schon 2 Stunden auf Achse war. Dieses Mal war sie die Jenige, die die Wohnung sauber halten musste mit Staubsaugen, Wischen, Bad und Küche putzen. Einkaufen war ihr zu riskant, sie hatte Angst vor der Öffentlichkeit und dass ihr jederzeit hinterher gespitzelt werden könnte, also stellte sie sich wieder den Wecker für die nächste Mahlzeit, musizierte bis dahin ausgiebig, bis die Konzentration nachließ und sie sich wieder für anderes Spielzeug entschied. Beim Klingeln unterbrach sie, wie vorgenommen, suchte die Küche wieder nach warmen Essen ab, bereitete es sich zu und genoss es. Dieses Mal waren es Nudeln und Bolognese-Soße, natürlich dachte sie wieder an ihren Mann, kochte für ihn mit, falls er von der Arbeit kam und Hunger hatte. Schließlich musste sie die ganze Woche zu Hause bleiben, also versuchte sie, sich anders nützlich zu machen. Trotzdem war Elly froh, sobald sie alles an Haushalt hinter sich hatte und sich endlich wieder Spielzeug widmen konnte, bis Maik von der Arbeit kam. ,Hallo mein Schatz! Ich hoffe, du hast dich die letzten Tage anderen Leuten nicht zur Schau gestellt," begrüßte Maik sie beim Spielen, da sie sich dieses Mal nichts daraus machte, von ihm dabei gesehen zu werden. ,Nein, natürlich bin ich vorsichtiger geworden und stelle mich nicht mehr so naiv auf den Balkon," versprach sie ihm, während sie weiter ihr Element fortsetzte. ,Hast du noch Essen von mittags übrig?", fragte Maik als nächstes. ,Ja, ich habe dich wieder eingeplant, sodass du nicht mehr kochen brauchst sondern es einfach nur in der Mikrowelle erwärmen kannst. Ich finde es zwar nicht schön, den ganzen Tag zu Hause zu hocken, aber irgendwas muss ich trotzdem daraus machen. Ich habe jetzt eh nur noch 2 Tage offen," vermittelte Elly sinnvoll weiter. ,Das ist ja schön, die Küche riecht ja auch dementsprechend und an die Wohnung hast du auch gedacht," lobte Maik. ,Nur Abendbrot habe ich noch nicht gegessen, weil ich auch mal eine Mahlzeit mit dir gemeinsam genießen will," kam von ihr. ,Ja, das ist typisch für dich, aber ich finde auch zu zweit lässt sich Essen besser genießen als allein," beendete er das Gespräch, nahm für seine Frau wieder Babynahrung aus der Küche, bat sie, sich mit ihm ins Wohnzimmer zu setzen und mit allem, was dazu gehört, füttern zu lassen. Anschließend genoss sie es wieder vor dem Schlafen gepflegt zu werden.

Die beiden übrig gebliebenen freien Tage liefen für Elly nicht viel anders ab. Sie hoffte nur, während sie mit Freizeit und Haushalt beschäftigt war, nicht von irgendwelchen Zwischenfällen zurückgeworfen zu werden, um die andere Woche wieder arbeiten zu können. In der Zeit, wo sie nicht arbeiten durfte fühlte sie sich nutzlos und schmarotzermäßig. Ihr Partner schuftete sich ab, sie saß nur zu Hause fest und tobte sich auf seine Kosten mit Kindesbedürfnissen aus. Ohne Partner und eigenes Geld würde Elly es nicht schaffen, einen eigenen Haushalt zu führen. Aber den Eltern auf der Tasche liegen und deren Vorstellungen ausgeliefert zu sein wollte sie auch nicht mehr.

Sie wusste nichts sinnvolles mit ihrer Zeit anzufangen, da sie keine für ihre Interessen geeigneten Leute fand. Ihre andere Seite bestand aus Bedürfnissen wie Diskobesuche, Vergnügungsparks, Restaurants. Selbst Versuche, mit ihrem eigenen Umfeld ernste Gesprächsthemen anzusprechen enden im Chaos, also nahm sie außerhalb der Arbeitszeit keinen Kontakt zu anderen Leuten auf und schenkte nur ihrem Mann Aufmerksamkeit. ,Was sollte sie mit einem Umfeld anfangen, in dem ernste Themen in Spaß abdriften, obwohl diese gar nicht spaßig sind," dachte Elly sich. Es gibt nicht viele unter ihren Leuten, von denen sie verstanden wird. Sie konzentrierte sich, sobald sie wieder arbeiten gehen durfte, ihre Aufgaben so zügig wie sie konnte auszuführen, um ja keinen schlechten Eindruck zu machen. Zwischendurch, wenn nicht so viel zu tun war wurde ihre Arbeitseinstellung reichlich belohnt, indem sie spielen oder malen durfte. Elly fühlte sich geehrt und war den Gruppenleitern reichlich dankbar, während andere Kollegen durchweg für die Arbeit gebraucht wurden. Doch Malen sollte nicht die einzige Vorzeige-Beschäftigung bleiben. Sie fragte ihre Ansprechpartner und Kollegen, ob sie Musik-Instrumente von zu Hause mitnehmen und damit herumtrellern durfte. Die Entscheidung zu treffen, dauerte ellen-lange, da sie auf das Einverständnis aller Parteien, die mit ihr zusammen arbeiten wartete und es nicht zu ihrem Interesse war, dass sich jemand durch Melodien am Arbeitsplatz gestört fühlt und darüber beschwert. Nach wochenlanger Absprache traute Elly sich endlich, Musik-Instrumente zur Arbeit zu nehmen. Sie war sichtlich nervös und wünschte sich nichts sehnlicher, als ihrem Umfeld zu gefallen. Es brauchte nur einmal „Leerlauf" zu sein, eh sie endlich das Risiko einging. ,Entweder, die Leute mögen das oder nicht. Sie spielte nur vor 20 Leuten und nicht vor Tausenden, wie die Kandidaten in einer Wettbewerb-Staffel, die sich als Nicht-Talente blamieren und dann ausgebuuht werden, also hatte sie eh nichts zu verlieren," ging durch ihren Kopf. Sichtlich nervös kramte sie aus ihrer Arbeitstasche die Musik-Instrumente von zu Hause und musizierte vor sich hin, eines der Lieder, mit denen sie sich schon privat befasste. Schon die ersten Töne waren entscheidend zwischen Gefallen und Missfallen. Elly wurde von der Reaktion überrascht, denn es kam ganz anders als befürchtet. Kollegen legten für kurze Zeit ihre Arbeit nieder, um ihr zuzuhören und reagierten mit Applaus. Einige von denen lobten sie sogar, wie baff sie waren, dass sie das Talent für Musikinstrumente hatte, da denen die Stärke von ihr unbekannt war. Andere Leute rieten ihr wiederrum, mit Straßenmusik anzufangen und sich immer weiter bis zum richtigen Künstler hochzuarbeiten. Elly schüttelte mit ihrem Kopf und antwortete:,Das wird nichts mit der Berühmtheit, so gut bin ich wiederrum auch nicht. Ich fange gerade erst damit an und bei Patzern wird man eh nie ernst genommen. Wer einigermaßen Ahnung von Talent-Wettbewerben hat, müsste wissen, dass viele Bewerber mit ihren Versuchen, prominent zu werden auf die Fresse fallen." ,Dann übe weiter, bis du dir wirklich sicher bist aber lass den Kopf nicht hängen. Das klingt so super, sodass du dir wirklich ernsthafte Ziele setzen könntest und es in ein paar Jahren nicht mehr nötig hättest, für so wenig Geld zu arbeiten wie wir," schlug man ihr vor. ,Nee, ich glaube nicht daran, durch Musik wohlhabend zu werden, dafür bin ich nicht gut genug, außerdem haben Prominente zu wenig Privatsphäre, müssen evtl. mit Gerüchten leben und das ist weiß Gott nicht das, was ich will. Das ist sowieso alles Nachahmerei Prominenten, die aus einem Wettbewerb stammen gleichzuziehen, weil ich mich dabei selber nicht ernstnehme," argumentierte Elly. ,Naja, dann lässt du es eben, wir wollen dich nicht zu deinem Glück zwingen. Du versämmelst jedoch die Möglichkeit, mit Musikinstrumenten dein Lebensunterhalt zu verdienen, bleibst die ganze Zeit wie wir auf Behörden, niedrigen Lohn angewiesen, wovon man nicht alleine leben kann und für die Welt unbekannt, wenn du nichts aus diesem Talent machst. Dann quäle dich ruhig weiter wie wir für 150€ pro Monat 6:00Uhr morgens aus dem Bett, lass dir zum Mittag die minderwertige Werkstatt-Kost schmecken und dir von Mitarbeitern auf ewig sagen, wann du zur Toilette zu gehen hast. Du hast ja die Wahl ob du dein Leben so beschi**en führst wie wir oder dich endlich mal aufraffst und mit deinen Talenten wie Malen oder Musizieren hervorstechen willst," ließ man sie letztendlich hängen.

Sobald wieder neue Arbeit kam, legte Elly ihre Musikinstrumente bei Seite und half so gut wie sie konnte, wie immer. Es redete mit ihr jedoch keiner großartig, weil man von ihr dachte, dass sie sich absichtlich auf niedriger Stufe begeben würde, da Weile fehlte es ihr nur an Selbstbewusstsein, das Künstler-Fable auszuleben und somit zu einer besseren Schicht der Verdiener zu gehören. Zu Hause sprach sie ihren Partner auf das Thema ,Künstler oder nicht?" an. Maik gab ihren Kollegen recht, soweit sie ihm deren Meinung anvertraute, denn er wusste, wie liebend gerne sie malte und musizierte. ,Was genau folgt nach Straßenmusik, wenn aus meinen Talenten wirklich was ernstes wird?," hakte Elly nach. ,So genau kenne ich mich mit der Entwicklung von Kunst nicht aus. Falls du aber weit genug kommen willst, um Alben zu produzieren oder dass deine Melodien in Sendungen vorkommen, brauchst du Genehmigungen von deinen Idolen und Plattenfirmen, weil die Lieder, die du spielst nicht dein Eigentum sind," schätzte Maik einigermaßen ab. ,Oh, das habe ich auch nicht einkalkuliert, dass man da um Erlaubnis ringen muss," gab Elly erschrocken zu. ,Ja, evtl. ist das so, da das sogenannte Covern sonst als
Urheberechts-Verletzung gilt und man dafür bitter bestraft wird," bereitete Maik seine Frau gewissenhaft vor.

Während Elly sich noch eine Weile mit Spielzeug beschäftigte, von ihrem Partner zum Abendbrot gefüttert und für Nacht gepflegt wurde, ließ sie sich den Weg vom Hilfsgeldempfänger zu einem Prominenten nochmal durch den Kopf gehen. Im Grunde genommen war sie ja mit ihrem Partner und ihrem Arbeitsumfeld einer Meinung, aber andererseits war der Weg für sie sehr risikoreich, dass ihre dunkle Seite als AB/AC herausragen würde, wie es bei Berühmtheiten so ist, wenn ein Skandal vollzogen wird oder einfach grundlos Gerüchte über sie verbreitet werden. Elly würde auf ewig von Presseleuten und Menschenmassen umgeben und reinster Gesprächsstoff fremder Otto-Normal-Bürger sein. Eigentlich ist ein Leben ohne Privatsphäre nicht das, was sie wollte. Über die Gedanken für und gegen Berühmtheit hörte sie ihre Spieluhr von Maik, nahm einen von beiden Schnullern in den Mund und schlief ein.

Die nächsten Arbeitstage bestanden vorab weiter aus Grübeln, was Elly nun wirklich aus ihren Talenten macht. Wagte sie es, aus der Menge zu stechen, würde sie zwar riskieren, dass ihre dunkle Seite mit an das Tageslicht käme, aber dafür zu einer besseren Verdienst-Schicht gehören. Nach ein paar Leerläufen, in denen sie ihr Arbeitsumfeld immer wieder mit malen und musizieren begeisterte kam sie zum Entschluss, dass ein Wechsel zu einem anderen Wohlstand besser ist, als sich sein ganzes Leben lang für einen Lohn abzurackern, der ohne staatliche Hilfe vorne und hinten nicht reicht, sich nicht aussuchen zu können, was man zur Mittagspause isst und gesagt bekommen, wann man auf Toilette zu gehen hat. Der Erste Mensch, dem Elly ihre Entscheidung anvertraute, war der eigene Lebenspartner. ,Dann auf zu Behörden, eine Genehmigung für Straßenmusik holen, also damit du in der Fußgängerzone mit Straßenmusik beginnen darfst. Das ist der erste Schritt, damit es keinen Ärger gibt," motivierte Maik seine Frau begeistert, nochmal rauszugehen, auch wenn sie schon von der Arbeit müde war und sich eigentlich hinlegen wollte. Er sah ihre Müdigkeit an und kommentierte sie:,Ob du jetzt müde bist oder nicht, wird bei möglicher Berühmtheit leider keinen mehr interessieren. Du musst dich trotzdem ins Zeug legen, gut aussehen und darfst dir keine Patzer erlauben, sonst gehst du ganz schnell wieder unter," während sie sich nochmal schick machte, mit ihm zur Polizei ging, um sich eine Genehmigung für Straßenmusik zu holen. Elly nahm gleich eine kleinere Tasche, packte ihre Musikinstrumente, Lippenbalsam und Handcreme um, bevor sie losgingen. Sie hatte die Genehmigung für Straßenmusik schneller in der Hand, als ihr lieb war, da sie dachte, es würde Tage dauern.

Elly und Maik gingen nach dem Behördlichem Einverständnis wieder nach Hause, um sich Termine von Veranstaltungen im Internet in ihrer Nähe anzusehen, die sich für Straßenmusik eigneten und wurden fündig. Im September gab es ein Herbstfest, was für Elly bedeutete, sich allerdings noch 3 Wochen zu gedulden. Es fiel ihr schwer, am liebsten hätte sie sich am nächsten Tag schon in die Fußgängerzone gesetzt und musiziert. Folgedessen konnte sie sich kaum noch auf ihre Arbeit und die Zuneigung ihres Partners konzentrieren. ,Würde den Passanden die Melodie gefallen. Wenn ja, wie viel Geld würde sie einnehmen? Und was wird aus dem Maltalent?", ging ihr durch den Kopf.

,Hat sich bei dir irgendwas geändert, oder warum arbeitest du in letzter Zeit so inkonsequent?", sorgten sich die Gruppenleiter und Kollegen um Elly und holten sie so aus ihren Gedanken. ,Oh, das tut mir Leid. Mir fällt das selber gar nicht auf, dass Aufgaben in den Hintergrund geraten," entschuldigte sie sich bei ihrem Umfeld und mühte sich ab, wieder so zu arbeiten wie früher. Allerdings machten ihr die Gedanken, mit ihren Talenten Geld zu verdienen einen Strich durch die Rechnung, sodass sie wieder ins ``Kein Bock für wenig Lohn und minderwertiges Mittagessen morgens aufzustehen," verfiel, auch wenn sie es niemals aussprach, um bloß nicht für Ärger zu sorgen.

Der Versuch, sich von einem Unterbeschäftigten einer Behindertenwerkstatt zu einem berühmten Künstler zu entwickeln blieb nicht lange verborgen, da Elly mit Medien schon vorbelastet war. Wer weiß, wie viele ihre ungewollt veröffentlichten ABDL-Dateien auf Video-Plattformen im Internet sahen? Da käme es auf ihre ``Schokoladen-Seite" auch nicht mehr an. Schon auf Arbeit flog Verdacht auf Elly´s neue Ziele auf, sobald sie nachfragte, ob sie ihre Bilder, die dort entstanden mit nach Hause nehmen dürfe. ,Ja, kannst du ruhig, es sind ja schließlich Deine, wenn auch nur vom Firmen-Material," erlaubten ihr die Gruppenleiter. Sie sammelte an einem Tag von Anfang September ihre Werke ein von den ganzen Arbeitstischen, die mit transparenten Gummimatten ausgestattet sind und so vor Dreck geschützt werden.

Zu Hause zeigte sie ihrem Mann voller Stolz das, was sie auf Arbeit schaffte, bat ihn darum, für die Bilder Schutzhüllen zu kaufen und um die Erlaubnis, sie ausstellen zu dürfen. ,Die sind zwar sehr schön, bestehen aber alle aus Filzstift. Meinst du nicht, dass das die Betrachter für Kindermalerei halten?," fragte Maik nach. ,Nein, das hat definitiv nichts mit Kindermalerei zu tun. In den Bildern stecken zwischen 4 und 5 Stunden Arbeit und keines war gleich in wenigen Minuten fertig. Zudem denken Kinder ja noch nicht dreidimensional. Das ist der Unterschied zwischen meinen Werken und Kinderbildern. Es wäre schön, wenn du mich noch ein paar Blätter mit Argumenten schreiben lassen würdest, damit man meine Bilder nicht unterschätzt," bat Elly darum, von ihm ernst genommen zu werden. ,Na gut, dann lass es uns versuchen, aber versprechen, dass es jemand mag kann ich dir auf dem Herbstfest leider nicht! Vergiss nicht, deine Musikinstrumente mit zu nehmen, um den Passanden vielleicht noch was vorzuspielen zu können. Mische am besten Kinderlieder und Erwachsenenmusik, damit du mit deinen Talenten auch wirklich alle Altersgruppen erreichst. Setze dich am besten von den Bildern weiter weg, um nicht aufdringlich zu wirken, schaue aber jedoch mal zwischendurch nach, ob noch alle da sind, wenn wir sie ausstellen," riet er ihr.

Elly machte gleich Nägel mit Köpfen, schrieb ein DiNA-4Blatt voll mit Argumenten, dann noch ein paar weitere Hälften mit Bedeutungen einzelner Bilder und zeigte sie anschließend Maik. ,Prima, du bist also doch reifer, als ich bei Entdecken deiner dunklen Seite dachte. Zähle die Bilder nochmal durch, mache eine Mappe für deine Werke fertig und schreibe das Entstehungsjahr der Exemplare drauf. Die Betrachter haben ein Anspruch auf das Wissen, über die Anzahl und das Entstehungsjahr der Bilder," empfiehl er seiner Frau. ,Ja, geht in Ordnung," antwortete sie, befolgte das und setzte bei Erledigung dieser Aufgaben mit voller Stolz fort:,Ok, es ist vollbracht. Es sind 40 Stück entstanden und für die Texte darunter brauchen wir auch noch Folien . Wir brauchen also vorsichtshalber 50 Folien, falls noch Bilder hinzukommen." Maik sah sich die Kombination mit Bildern und Texten an und war außerordentlich zufrieden mit Elly´s Mitarbeit.

Nach dem Lob war es für das Paar auch schon wieder Zeit für Abendbrot essen und schlaftauglich machen. Sie konnte sich kaum auf ihre Abendliche Rolle als Kleinkind konzentrieren, so sehr, wie sie mit ihrem Ziel beschäftigt war. An der Routine der Fütter-Prozedur und Pflege hat sich seit dem feststand, dass Elly Maik wirklich behalten wollte, nichts mehr geändert, das fand sie auch gut so. Er war der Jenige, der ihr den Weg, aus ihrem Elternhaus zu ziehen ermöglichte, eine neue Identität in ihr wachrüttelte, Geborgenheit auf besondere Art vermitteln konnte und kein anderer. Ohne ihn wäre sie bestimmt nie und nimmer auf die Idee gekommen, Musik-Instrumente toll zu finden, geschweige motiviert, sich mit Malen und Musizieren einen Namen zu machen. Es lagen noch 2 lange Arbeitswochen vor ihr, ehe sie mit Maik die ersten Schritte in Richtung Gewissheit ging, ob es anderen Passanden gefiel.

Auf der Arbeit war sie kaum 2 Stunden anwesend und kassierte sich schon von den Gruppenleitern Ärger ein:,Wir brauchen dich mal im Büro!" ,Ja, was ist passiert," fragte Elly panisch, während sie denen folgte. ,Du bist in letzter Zeit so unkonzentriert, als würdest du einen anderen Plan schmieden, der dich so wohlhabend werden lässt, dass du es bald nicht mehr nötig hast, arbeiten zu gehen, stimmt das?",Nee, ich bin mit meiner Arbeitsstelle zufrieden! Warum sollte ich da jetzt einen anderen Weg einschlagen als andere?," versuchte Elly, die Gruppenleiter abzuwimmeln. ,Jedenfalls haben wir trotzdem den Verdacht, dass bei dir irgendwas nicht stimmt. Das ist eine Frechheit, sich so gehen zu lassen. Sowas wird hier nicht gern gesehen und jetzt siehe zu, dass du wieder konzentrierter wirst, sonst hat deine Unkonzentriertheit Konsequenzen. Marsch, arbeiten," schimpfte man sie auf Grund ihrer negativen Veränderung an. Es war ihr noch zu früh, ihrem Umfeld den Wechsel von der Unterschicht zur Oberschicht zu erklären. Falls es schief ginge, stünde sie ohne eigenes Einkommen da, weil ihr Mann genug verdiente, dass Ämter ihr nichts geben würden. Sie wollte auf keinen Fall auf Maik seine Kosten auf der faulen Haut liegen, also mühte sie sich trotz ihres Traumes, mit Malen und Musizieren zu einer anderen Zielgruppe von Verdienern zu gehören weiter zur Arbeit für 150,00 € im Monat, allerdings vergeblich und kassierte sich bei Scheitern ihrer Bemühung wieder Ärger ein. ,Sag mal, willst du dein Umfeld verarschen?", reagierten die Gruppenleiter umso lauter, sodass sie vor denen zusammenzuckte und ihnen mit sanfter Tonlage entgegnete:,Nein, natürlich nicht." ,Seit wann arbeitet man denn im Sitzen? Im Stehen arbeiten, aber zackig! Irgendwas ist doch bei dir nicht ganz koscher," holten sie Elly unsanft aus den Gedanken. Während sie versuchte, sich noch ein paar Tage bis zu ihrem Startschuss aufzuraffen, wurde sie von ihren Kollegen gefragt, warum sie in letzter Zeit ständig für Ärger sorgte und antwortete ihnen anständig:,Weil mich dauernd andere Gedanken einholen, ohne dass ich es beeinflussen kann. Ich muss ständig an Gelegenheiten denken, wo ich mit Hilfe meines Mannes Bilder ausstelle und nebenbei musiziere. Genau, solche Kleinigkeiten machen mich unkonzentriert." Es wurde nicht weiter auf Elly eingegangen bis auf gleichgültige Worte wie:,Dann musst du dich einfach zusammen reisen!" Ein Zeichen, dass man Elly´s Versuche, die Schicht zu wechseln nach ihrer ersten Einstellung nicht ernst nahm. Doch bevor sie es von anderen erwartete, musste sie erst mal bei sich selber anfangen, was allerdings noch dauerte.

Sie fieberte dem Herbstfest entgegen, packte eine Tasche dafür 2 Tage vorher zusammen, gönnte sich eine Kamera, um mit Maik einen kleinen Film über ihre Talente zu drehen und damit möglichst viele Bürger zu erreichen. Natürlich wurde sie von ihm vorgewarnt, auch mit Leuten rechnen zu müssen, denen der Geschmack von ihren Bildern nicht zusagt.

Als endlich der besagte Tag für Elly kam, konnte sie kaum schlafen und wenn, dann träumte sie sowas von unsinnig, dass es nicht mehr normal war und sie jeder für verrückt und eigebildet halten würde, wenn sie über den Traum berichtet hätte. Er handelte nämlich von Millionen-Besitz wie Schloss, goldenen Sanitär-Anlagen, silbernen Möbeln, Marken-Kleidern, antiken Bildern von früheren Künstlern, die Elly sich durch ihre Talente und dementsprechenden Ruhm verdient, von einem Leben wie das, von einer Prinzessin. Sobald sie wieder bei Sinnen war, wurde ihr schnell klar, dass alles nur geträumt ist und sie von Ruhm und Spitzenverdienst noch weit entfernt war. Sich mit Talenten einen Namen zu machen geht nur über das Herzeigen vor Millionen von Menschen, was auch nicht an einem Tag vollbracht ist.

Maik lud zwei Tische in den Kofferraum seines Autos. Seine Frau kam eifrig mit ihrer Tasche hinterher, die sie mit einer Kamera, Tesafilm, einer Schere, ihrer Mappe voller Bilder, inklusive Texte zu den Werken, ihren Musikinstrumenten und Nahrung ausstattete und stieg eifrig ein. Am Standort angekommen, wartete sein Arbeitskollege, den Elly von früher kannte mit einem zusammengefalteten Pavillon und etlichen Klappstühlen auf das Paar und baute es mit beiden zu Recht , anschließend kamen die Tische zum Einsatz, auf denen die Bilder in Schutzhüllen mit Tesafilm leicht befestigt wurden, Tischdekoration und Nahrung für den Privatgebrauch und das Publikum zum Einsatz. Das Mädchen wurde jedoch schon gefilmt und fotografiert, bevor es überhaupt losging und alles fertig aufgebaut war.

Re: Suche dir einen Gleichaltrigen, Elly!

i tried but, the wall of text hurt my eyes, so i quit reading

Re: Suche dir einen Gleichaltrigen, Elly!

An unfortunate side effect of Google translate indeed. I can’t finish it because of this.

I’m actually trying to learn German, but I’m no where near able to read it yet. Perhaps one day I will be able to and I will give these stories another chance.